Lexikon

  • Analsex

    "Analsex" oder auch kurz "Anal" bezeichnet im herkömmlichen Sprachgebrauch eine penetrative sexuelle Interaktion in einen Anus. Es ist unter anderem die höflichere, feinere Umschreibung von dem eigentlich etwas detailierterem deutschen Begriff "Arschficken".

    Durch die jahrhundertelange Diskriminierung des Sexuellen und der gesellschaftlich verweigerten Anerkennung des Anus, Hintern, Po oder eben des Arsches als hochsensibles Sexual- und Kommunikationsorgan hat sich eine entweder unpassende, distanziert klinische oder eine sehr abwertende Konnotation über die Begriffe für dieses schöne Körperteil und die Beschreibungen sexueller Interaktionen damit gelegt.

    Reinigen wir es von der sexualfeindlichen Manipulation, haben wir mit "Arschficken" einen stark auf den Handlungsimpuls ("ficken" - Begriff aus dem Metallschmiedehandwerk - "Hin-und Herbewegen") fokussierten Aspekt von "Anal" - sehr würzig und intim, aber auch etwas derb und leicht herabwürdigend.  Dem gegenübergestellt wäre die "penetrative sexuelle Interaktion in den Anus"  dann die sehr klinisch und wesentlich distanzierte Ausdrucksvariante. Dem Begriff "Analsex" ist aber in den letzten Jahrzehnten insbesondere durch die endlich gesellschaftlich immer stärker akzeptierte Homosexualität und die Wieder (!) - Normalisierung dieser Sexualpraktik auch im Kreise der Heterosexuellen eine Geläufigkeit, ja eine "Salonfähigkeit" zuteil geworden, ohne dass er zu steif oder distanziert wirkt. Auch wenn er als Terminus der wissenschaftlichen Medizin dem Griechischen entspringt.

    (Griechisch) Anal - den (Griechisch) Anus betreffend - den After, Hintern, Po oder Arsch betreffend

    Eine zusätzliche Aufwertung im allgemeinen Sprachgefühl hat der Begriff "Analsex" auch durch diverse kreative Verknüpfungen in der Werbung für Angebote von Bodyworkern, insbesondere im Bereich der Tantramassagen erlangt. "Anale Versuchung", "Anale Spezialitäten" usw. verschieben und erweitern den Fokus auf die große Sensibilität des Analbereiches und laden zu einer weicheren, zärtlicheren Behandlung ein. Intensives Streicheln, Lecken und Liebkosen komplettieren die Möglichkeiten der sexuellen Interaktion jenseits der Penetration. Intimität, Nähe und Vertrauen zwischen den Sexualpartnern können mit diesen zärtlichen, gefühlvollen Praktiken sehr stark gefördert werden.

    Aber auch das anale “Fisten“, also das Penetrieren oder “Ficken“ mit der gesamten Hand, die sich nach dem Einführen zur Faust formt, kann das Vertrauensverhältnis und die tiefere Kommunikation erheblich begünstigen. Extreme Liebhaber dieser Sexualpraktik berichten, dass sie sogar den Unterarm oder gar den gesamten Arm sehr behutsam in den Anus des Partners eingeführt haben. Insbesondere bei dem empfangenden Partner können sich auch hier, mensch kann es sich gut vorstellen, das ganze Wesen ergreifende tiefste Selbsterfahrungserlebnisse einstellen.

    Menschen mit Vulva und mit Penis oder mit beidem sind grundsätzlich in der Lage, spastische Orgasmen beim Analsex zu erfahren, weil Bewegungen im Anus auch Teile der Klitoris stimulieren können, beziehungsweise sehr direkt die Prostata. Insbesondere die liebevolle Berührung der sehr berührungsempfindlichen Prostata und auch deren Stimulation kann als grundsätzlich gesund und auch als potentiell psychoaktiv und spannungslösend angesehen werden. Von prostata-orgiastischen Zuständen wird berichtet, dass sie oft als außerordentlich tief, beeindruckend und psychisch stark berührend empfunden werden. Aber auch viele Frauen berichten über eine starke, oft beeindruckende Andersartigkeit von "analen", also durch Analsex ausgelöste Orgasmen.

    Heterosexuelle Frauen können den Anus ihres Partners darüber hinaus auch mit ihrem Venushügel von außen stimulieren oder mit geeigneten Hilfsmitteln, sogenannten Umschnalldildos, penetrieren.

    Diese bieten oft die Möglichkeit einer simultanen Stimulation der Vulva und der Klitoris im Rhythmus mit den Penetrationsbewegungen. Diese Hilfsmittel fungieren quasi als Brücke zwischen den Sexualorganen und können eine feine Kommunikation ermöglichen. Gerade das anale Penetrieren oder “Gefickt werden“ des Mannes von einer Frau kann den emotionalen Erfahrungshorizont der Sexualpartner entscheidend vergrößern. Innerhalb einer Liebesbeziehung kann auch das allgemeine Verständnis füreinander von dieser Sexart stark profitieren.

    Analsex ist also keineswegs eine eingeschränkte oder “unrichtige“ und schon gar nicht eine “perverse“ Praktik, weil sie vielleicht “unnormal“ oder „unnatürlich“ ist oder dem Menschen nicht angemessen sei.

    Eher ganz im Gegenteil! Von der Menschheitsgeschichte her betrachtet, und das wird auffällig selten besprochen, scheint sie in vielen indigenen Kulturen Südamerikas, aber auch im antiken Griechenland, Mesopotanien und vielen anderen ja gerade auch unter den Heterosexuellen die vorrangige, ja eigentlich übliche Sexualpraktik gewesen zu sein. Darauf lassen zumindest die gefundenen Abbildungen schließen, die oftmals zum großen und größten Teil eben Heteropaare beim Analsex darstellen.

    Die menschliche Sexualität mit der Möglichkeit Nachkommen zu zeugen, also mit dem Befruchtungsritual elementar zu verbinden, ist eine eher neue Mode. Eine Entscheidung innerhalb der kulturellen Entwicklung einzelner Volksgruppen. Beziehungsweise deren Haupteinflussgrößen, den Religionen und deren Stiftern. Eine Expansion und Verdrängung anderer Kulturen durch übermäßige Vermehrung war die wohl einkalkulierte Folge.

    Analsex wurde daher über viele Jahrhunderte aktiv und äußerst brutal bekämpft. In der Regel drohte den Analsexverbrechern sogar die Todesstrafe! In einigen Ländern gilt dieses noch heute.

  • Asexualität

    Das vielleicht Wichtigste zuerst: Asexualität ist eine eigenständige sexuelle Orientierung und obliegt der Entscheidungssouveränität der jeweiligen Person, die sich als asexuell bezeichnet und sonst keinem! Punkt und nochmal Punkt!

    Asexualität ist in der gleichen Bedeutungsebene  wie Heterosexualität, Homosexualität (Schwul oder Lesbisch), Bisexualität, Pansexualität, Metrosexualität usw.. und es ist wie die anderen weder eine Störung oder gar eine Krankheit. Noch ist es wegen seiner vielen Facetten (z.B. haben manche "Asexuelle" durchaus einvernehmlichen Sex, um vielleicht Kinder zu haben oder eine ihnen sehr wichtige Beziehung zu pflegen oder sie haben eine lebendige Autoerotik und und und...) ein wirklich umfänglicher oder sehr tief charaktesierender Begriff für eine Person. Also bitte Vorsicht mit zu starken Bildern, die über einen Menschen gelegt werden, der sich als "Asexuell" bezeichnet.

    Der Begriff "Asexualität" weist darauf hin, dass dauerhaft und sehr entschieden kein Interesse oder keine Motivation vorliegt, im weitestgehend herkömmlichen Sinne, sexuell zu interagieren. Nicht mehr und nicht weniger!

    Er bezeichnet also keineswegs automatisch (!) das Fehlen einer wie auch immer ausgeprägten Libido noch ein generelles Desinteresse an tiefen und auch romantischen Beziehungen oder gar eine allgemeine Allergie gegen Berührungen.

    Ein respektvolles Nachfragen, wenn sich jemand im Gespräch als asexuell bezeichnet, wäre also oftmals durchaus hilfreich.

  • Berührung

     

    Das Wort "Berührung" beschreibt einen physischen und/oder geistigen, spirituellen oder seelischen Kontakt zwischen zwei oder mehreren Lebewesen oder auch "Dingen". Es weisst tendenziell darauf hin, dass dem Kontakt eine gewisse Tiefe oder Wesentlichkeit innewohnt.

    In Berührung zu sein bzw. Berührungen zu erfahren gehört zu den existentiellen Grundbedürfnissen des Menschen. Es ist ein lebensnotwendiges Bedürfnis, so wie Atmen, Essen und Trinken.

    Tiefer, wesentlicher Kontakt, also die Berührung, gehört damit zu den basalen menschlichen Tätigkeiten, die das Individuum existentiell notwendig nähren..

    Erfahren Menschen in der frühen Kindheit nicht genügend körperliche Berührung, dann führt dieses unweigerlich zum Tode. Aber auch erwachsene Menschen können schwere körperliche und psychische Schäden erleiden, haben sie einen dauerhaften Mangel an wesentlichem Kontakt bzw. liebevollen oder zumindest freundlich zugewandten Berührungen.

    Wortherkunft

    Die Etymologie des Wortes "Berührung" führt uns zu seiner Wurzel, dem althochdeutschen Wort "beruoren", was "anfassen" bedeutet. Die genaue Etymologie des Wortes ist allerdings nicht ganz geklärt, da es nicht in allen germanischen Sprachen vorkommt. Es wird jedoch vermutet, dass es aus einer Zusammensetzung von "ber" und "uoren" besteht. "Ber" bedeutet "über, auf" oder "vorbei", während "uoren" "fahren" oder "reisen" bedeutet, oder “fassen, ergreifen”.

    Daher könnte "beruoren" ursprünglich "vorbeifahren" oder "vor-über-reisen" bedeutet haben, was möglicherweise auch auf eine Reise über eine Erhöhung hinweist. Alternativ könnte das Wort auch "überwinden" oder "bezwingen" bedeuten.

    Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es sich hierbei nur um Vermutungen handelt, da das Wort "beruoren" nicht mehr aktiv in der modernen deutschen Sprache verwendet wird und es keine eindeutigen Beweise für seine genaue Bedeutung gibt. Wenn diese Vermutungen aber stimmen, wäre das für die Bedeutung von “Berührung” sehr interessant. Ein Über - Reisen oder besser Überwinden vom Abstand zwischen Menschen zum Beispiel. So gesehen oder besser gehört klingt schon im Begriff "Berührung" allein, eine Herauforderung, eine Schwierigkeit mit, eine wesentliche, tiefe und damit erst dann wirklich nährende Berührung stattfinden zu lassen.

     

    ANDERE SPRACHEN

    Im Spanischen leitet sich Wort "Tacto" von dem lateinischen Wort "tactus" ab und bedeutet "Berührung" oder "Tastsinn". Das französische Wort "Toucher" leitet sich von dem lateinischen Wort "toccare" ab, und bedeutet "berühren" oder "antasten".

    Die lateinischen Wörter "tactus" und “toccare” stammen vom Verb "tangere" ab, was "berühren, antasten" bedeutet. Die "Tangente", ein Begriff der Mathematik, also die "Gerade, die eine Kurve berührt", leitet sich ganz direkt von dem lateinischen Verb "tangere" ab.

     

    ES GEHT UNTER DIE HAUT

    Das Verb "tangere" ist auch mit anderen Wörtern in verwandten Sprachen verbunden, wie zum Beispiel dem griechischen Wort "tattoo", was "stechen" bedeutet. Das Wort "tattoo" wurde später auch im Englischen verwendet, um sich auf das Einbringen von Tinte unter die Haut zu beziehen. Eine intensive Form der Berührung, die einem ja regelrecht unter die Haut geht!

    Die enge Verwandschaft von "tangere" und "tactus", aus dem sich wiederum das deutsche "Takt" oder "taktvoll" und das Englische "tact" abgeleitet hat, legt die Vermutung nahe, dass unsere Vorfahren eine angenehme, erfüllende Berührung mit einer wellenartigen, wiegenden Ausformung in Verbindung gebracht haben. Diese Wörter weisen ja bekannterweise u.a. in der Musik auf eine bestimmte, sich wiederholende Betonung oder einen Rhythmus eines Stückes hin. Oder auch auf der allgemeinen mitmenschlichen Ebene, auf einen behutsamen, eben taktvollen Umgang miteinander.. Dieser wird auch, erstaunlich exakt, z.B. mit  "auf einer gemeinsamen Welle sein" umgangssprchlich beschrieben.

     

    In dieser Sprachwurzelbetrachtung verbindet sich die tiefe, nährende "Berührung" mit einer rhytmischen Wellenartigkeit und auch einer gewissen Mehrdimensionalität. Eine "tiefe Berührung" ereignet sich demnach auf mehren Ebenen gleichzeitig, physisch, emotional und geistig. In der Literatur wird "Berührung" daher, diesem ganz entsprechend, oft als Metapher verwendet, um das Eindringen in die Seele oder das Bewusstsein einer Person zu beschreiben.

     

    Aus der Wichtigkeit des Berührens und berührt werden lassens egibt sich folgerichtig, dass es zur elementaren Selbstfürsorge dazugehört, dass jeder Mensch sich um eine angemessene Virtuosität und Bewusstheit von Berührungen bemühen sollte. Dieser allgemeine Bildungsanspruch sollte sich auch in der Schulbildung (Berührungslehre/Erotikkunde) und ganz sicher in der allgemeinen und individuellen Erwachsenenbildung (Massagekurse/Tantraausbildungen/Beziehungsseminare) abbilden.

     

  • Beziehung

    Ein Wort welches wir viel verwenden. Das Wort "Beziehung" ist ein Begriff, der sich auf die Verbindung oder Verhältnis zwischen zwei oder mehreren Personen, Objekten oder Ideen bezieht.

     

    HERKUNFT

    Das Wort "Beziehen" stammt aus dem Mittelhochdeutschen "beziehen" oder "bezihen", das aus dem Althochdeutschen "bizihhan" abgeleitet wurde. Das Wort lässt sich in zwei Bestandteile zerlegen: "be-" und "ziehen".

    Das Präfix "be-" hat hier eine verstärkende oder intensivierende Bedeutung, ähnlich wie bei Wörtern wie "beantworten" oder "bewegen". Das Verb "ziehen" kommt aus dem Althochdeutschen "ziohan" und bedeutet "sich bewegen" oder "fortbewegen". Es hat sich im Laufe der Zeit zu "ziehen" entwickelt und bedeutet heute "etwas von einem Ort zu einem anderen bewegen" oder "sich in eine bestimmte Richtung bewegen".

    In der Bedeutung von "Beziehen" will das Wort "ziehen" also als sich gegenseitig "Richtung gebende Bewewgung"verstanden werden. Durch meine Bewegung wird das, was meine Bewegung ausrichtet, also mein Beziehungspartner wieder bewegt. Ein Spiel, ein Tanz entsteht.

     

    ANDERE SPRACHEN

    In anderen Sprachen gibt es auch ähnliche Begriffe für "Beziehung". Zum Beispiel wird das Wort "relation" im Englischen verwendet, das aus dem Lateinischen "relatio" stammt und "Verbindung" oder "Beziehung" bedeutet. Das französische Wort für "Beziehung" lautet "relation", das ebenfalls aus dem Lateinischen stammt.

    Das lateinische Wort "Relatio" ist ein Substantiv, das aus dem Verb "referre" abgeleitet wurde. "Referre" ist eine Zusammensetzung aus "re-", was "zurück" bedeutet, und "ferre", was "tragen" oder "bringen" bedeutet. Zusammen bedeutet "referre" also "zurückbringen" oder "zurücktragen". "Relatio" kann übersetzt werden als "Zurückführung" oder "Zurückbringung". Dieses könnte darauf hindeuten, dass die transgenerationale Sprachintelligenz dadurch zum Ausdruck bringen möchte, dass zum Beispiel ein Urzustand des Einsseins angenommen ist und die Geschehnisse in einer Beziehung letztendlich immer darauf abzielen, die Protagonisten dahin wieder zurückzuführen.

     

    INSPIRATIONEN

    Versuchen wir mal eine Destillation aus der, nennen wir hier sie mal etwas provokant, "OI" (organische Intelligenz), mit der wir bei der Betrachtung der Wortwurzeln in Berührung kommen. Fast unzählbare Generationen sprechender Menschen und hunderte Milliarden einzelner Lebenserfahrungen haben auf die Entwicklung der Sprache, also auf die Grammatik und auf jedes einzelne Wort eingewirkt. So wie die Bewegung eines jeden Tropfen Wassers das Ufer formt. Sicher gab und gibt es auch große manipulative Einflüsse, Okupationen von Deutungen oder aufgezwungene Wortschöpfungen. So wie es auch Staudämme  und Flussbegradigungen gibt. Religiöse Organisationen, die Kirchen, idiologische Parteien, Weltanschauungsorganisationen, aber auch die institutionalisierte Wissenschaft schöpfen ihre Macht in letzter Instanz, eben die Dauerhaftigkeit einer machtvollen Existenz, aus dem Gelingen, die Sprache ihren Vorstellungen nach zu formen. Künstler, Schriftsteller und Philosophen generieren ihre gesellschaftliche und historische Bedeutung aus ihrem Einfluss auf die allgemeine Welterfahrung oder die Selbsterfahrung jedes Menschen in der Welt. Also auf das Bewußtsein, dass sich vornehmlich im Sprachgebrauch abbildet und spiegelt. Und es im Wechselspiel eben auch gestaltet und erschafft.

    Hinterfragen wir also die Wortwurzeln, wagen wir einen tiefen Blick in unser Bewußtsein. Also einen Blick in die Gestaltungsküche unseres Lebens. Let`s do it:

    Die Beziehung ist ein Sich-Zueinander-Wenden und daheraus die Möglichkeit haben, sich gemeinsam in eine Richtung zu bewegen. Die übergeordnete Sinnhaftigkeit dieses Tuns soll ein Zurückbringen sein? In eine verlorene Einheit, wie die mit der Mutter oder dann mit der Herkunftsfamilie? Oder aber in einen wellenförmigen Tanz von Freien, also Gleichgestellten? Oder ist der wellenförmige Tanz Gleichgestellter oder Emanzipierter eine neue Einheit? Oder war er das im tiefsten Sinne eigentlich schon immer? Und liegt vielleicht in einer potentiellen Verwechslung des Zurücksehnens nach der erfahrenen Geborgenheit in den Abhängigkeitsbeziehungen mit der Mutter, dem Vater und der Familie mit dem wechsel- und wellenförmigen Tanz Gleichgestellter der Grund für die vielen Schwierigkeiten der menschlichen Liebesbeziehungen?  

  • Bisexualität

     
    Definition

    Der Begriff "Bisexualität" definiert das hingezogen sein zu mehr als einem
    Geschlecht. Die Silbe "Bi" bedeutet zwei und sie darf als eine Erweiterung
    der Monosexualität also Homosexualität und Heterosexualität verstanden
    werden. Bisexuell zu sein heißt im engen Sinn sich emotional, romantisch
    und/oder sexuell von Männern sowie Frauen angezogen zu fühlen. Etwas
    umfassender beschreibt "Bisexualität", dass Bedürfnisse nach Nähe, Liebe
    und Sex nicht nur an einem Geschlecht festzumachen sind, sondern mehr
    an den Menschen,  die uns tief berühren. Das Geschlecht und die sexuelle
    Orientierung sind nicht mehr so entscheidend, weil es um den Menschen
    und sein sexuelles Wesen an sich geht.

     

    Bisexualität als Entwicklungschance

    Die "Bisexualität" darf als etwas Ganzheitliches verstanden werden: Denn
    sie meint mehr, als das sexuelle hingezogen sein zu Männern und Frauen
    und/oder Transpersonen. Die "Bisexualität" ist für die sexuelle Entwicklung
    förderlich und sie ermöglicht eine umfassendere sexuelle Kommunikation
    mit allen Beteiligten. Das Aufbrechen von traditionellen Geschlechterrollen
    ist gesund und sowohl für den Körper als auch für die Psyche heilsam. Die
    eigene "Bisexualität" ist für jeden eine tiefgreifende Selbsterfahrung und
    es erfordert viel Mut und auch Neugierde, die persönliche "Bisexualität" zu
    erkunden. Schon Sigmund Freud hat gewusst, dass es im psychosexuellen
    Sinne, keine reine Männlichkeit oder Weiblichkeit gibt und demnach alle
    Menschen sexuelle Mischwesen sind. Des Weiteren weisen Studien bereits
    darauf hin, dass gelebte Androgynität im Denken und Fühlen Langlebigkeit
    fördern kann. Die "Bisexualität" ist somit ein vielversprechender Faktor für
    ein langes, gesundes sowie sexuell lustvolles Leben.

     


    Aussichten

    Die "Bisexualität" ist eine Erweiterung des Lusterlebens und sie führt zu
    mehr Befriedigung in Beziehung und Sexualität. Die "Bisexualität" und das
    Aufbrechen traditioneller Geschlechterrollen ermöglichen echtes sexuelles
    Kommunizieren. Sie zu erkunden und anzunehmen kann dabei helfen sich
    selber mehr zu lieben und die Konflikte zwischen den Männern und Frauen
    sowie allgemein in der Welt besser zu verstehen.

  • Cunnilingus

    Der Begriff "Cunnilingus" bezieht sich auf eine sexuelle Praktik, bei der die Genitalien der Frau mit dem Mund stimuliert werden.

     

    HERKUNFT

    Das Wort "Cunnilingus" stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Wörtern "cunnus" (Vulva) und "lingua" (Zunge) zusammen. "lingere" kann mit lecken oder küssen übersetzt werden. Es ist ein medizinischer und wissenschaftlicher Begriff, der erstmals im 16. Jahrhundert verwendet wurde. Die Bezeichnung "Cunnilingus" war jedoch nicht immer geläufig und wurde erst im Laufe der Zeit populär.

    Die Etymologie des Wortes lässt sich bis ins antike Rom zurückverfolgen, wo "cunnus" bereits als Begriff für die weiblichen Geschlechtsorgane verwendet wurde. Dabei handelte es sich jedoch um eine vulgäre Umgangssprache und das Wort wurde eher abfällig benutzt. Auch "lingere" war im Lateinischen eine gängige Bezeichnung für das Lecken von Körperflüssigkeiten oder Wunden, was den Begriff nicht unbedingt positiver machte.

     

    HEUTE

    Im Laufe der Zeit wurde der Begriff jedoch in den Bereich der Sexualität integriert und bekam eine positivere Bedeutung. Heutzutage wird Cunnilingus oft als eine Form des Vorspiels oder als sexuelle Praktik innerhalb von Beziehungen angewendet und von vielen als eine intime und erregende Erfahrung empfunden.

    Allerdings bleibt der Begriff trotz seiner positiven Konnotation für viele Menschen immer noch tabuisiert oder mit Scham behaftet.

  • Defloration

    Aus dem Lateinischen Wort defloratio - Entblühtung hergeleitet. Es soll den Vorgang der Verletzung oder des Zerreissens des Hymens, einem dehnbaren, zumeist perforierten Gewebesaum vor dem Vaginaleingang, beschreiben.  Fälschlicherweise wurde und wird dieses mit dem Erlebnis des ersten penetrativen Sexes von Frauen bzw. Vaginamenschen in kausaler Verbindung gebracht. Das heißt, viele Menschen glaubten und glauben immer noch, dass das erste vaginale Ficken quasi immer eine Verletzung oder ein Zerreissens des Hymen zur Folge hat. Im Umkehrschluss soll ein unverletztes Hymen darauf schließen lassen, dass die oder der Betroffene noch nicht vaginal penetriert worden ist. Dem ist definitiv nicht so! Nur bei ca. 50% der ersten vaginalpenetrativen Sexualspiele kommt es zu Verletzungen unterschiedlichster Stärke, die übrigens meistens nicht doll weh tun und auch nur manchmal eine kleine Blutspur hinterlassen. Und auch andersherum kann das Hymen durch intensives Fingern oder natürlich auch durch die Benutzung von Dildos oder anderen Sextoys verletzt werden.

    Diesen Tatsachen zum Trotz wird das Wort "Defloration" im herkömmlichen Sprachgebrauch als Synonym von "Das erste Mal" oder auch "Entjungferung" benutzt.

    Noch ein Wort zu der Bild- und Sinnsprache dieses, durch seine direkte Entlehnung aus dem Lateinischen, etwas distanziert wirkenden, ja wissenschaftlichen Begriffes. Diese suggerieren insbesondere im Bereich der Sexualität eine möglichst neutrale Beschreibung eines Vorganges oder Körperteiles, obwohl dieses bei genauerer Betrachtung eigentlich nie der Fall ist. Die Bildsprache von Defloration - Entblütung oder englisch Deflowering - Entblumung ist überaus stark und vor-ordnend. Es beschreibt den Verlust einer anziehenden Schönheit durch eine eingeleitete "Verblühung". Also den Verlust des Status einer blühenden, daher duftenen Blume durch eine sexuelle Handlung. Den dauerhaften Verlust von Attraktivität als eventuelle Strafe! In Bezug auf das immer mit dem Begriff "Defloration" in Verbindung gebrachte penetrativen Sexualerlebnis, wird also schon mit dem Wort davor gewarnt, ja eigentlich sogar gedroht,  dass es schlimme soziale Folgen haben kann, gesellschaftlich missbilligt sexuell aktiv zu sein.

    Die griechischen und lateinischen wissenschaftlichen Begriffe aber sind wegen der verschleierten Aufoktroyierung von gesellschaftlich-moralischen Grundvorstellungen die eigentlich gefährlicheren, da intelligenter manipulierenden Wörter. Deutsche vorformende Begrifflichkeiten wie Schambein, Schamlippen, Scheide, Jungfernhäutchen oder Entjungferung sind in ihrer besonders auf die Frauen und die Vulva gerichtete Diskriminierung und Verunsicherung doch etwas leichter offensichtlich.

    Aber wer bemerkt schon, dass der Name “Hymen“ für den gesellschaftlich so bedeutungsschweren Hautring vor dem Vaginaeingang von dem griechischen Namen Hymenaios abgeleitet wurde, dem Gott der Hochzeit.

  • Enthaltsamkeit/Abstinenz (beim Mann)

    Enthaltsamkeit oder Abstinenz in der Sexualität ist ein Thema, das in vielen Kulturen und Religionen eine Rolle spielt. Dabei geht es darum, entweder für eine bestimmte Zeit oder sogar dauerhaft auf sexuelle Aktivitäten zu verzichten.

     

    TROCKENER ORGASMUS

    Eine spezielle Form der Enthaltsamkeit ist das Nicht-Ejakulieren beim Mann, was auch als "Trockener Orgasmus" bezeichnet wird.

    Zunächst einmal sollte man wissen, dass Orgasmus und Ejakulation zwei unterschiedliche Vorgänge im Körper sind. Beim Orgasmus kommt es zu einem sexuellen Höhepunkt, der von Muskelkontraktionen im Beckenbereich begleitet wird. Die Ejakulation hingegen bezeichnet das Austreten von Samenflüssigkeit aus dem Penis. Es ist möglich, dass ein Mann einen Orgasmus erlebt, ohne dabei zu ejakulieren. Diese Art von Orgasmus wird als trockener Orgasmus oder energetischer Orgasmus bezeichnet. Manche Männer können sogar multiple Orgasmen ohne Ejakulation erleben.

     

    KULTUR UND SPIRITUALITÄT

    In manchen Kulturen und Religionen wird Abstinenz als spirituelle Praxis betrachtet. Im Christentum zum Beispiel gibt es den Zölibat, bei dem Priester auf jegliche sexuelle Aktivität verzichten. Im Tantra und Taoismus wird Enthaltsamkeit genutzt, um die sexuelle Energie zu steigern und für spirituelle Zwecke zu nutzen.

     

    GESUNDHEIT

    Auch aus gesundheitlicher Sicht kann Enthaltsamkeit positive Effekte haben. So kann sie dazu beitragen, dass sich der Körper und die Hormone des Mannes wieder regenerieren und sich die Lebensenergie steigert.

    Natürlich gibt es auch Nachteile von Enthaltsamkeit. Es kann zum Beispiel zu sexueller Frustration und Unzufriedenheit führen, wenn man über längere Zeit keinen Sex hat. Außerdem verändern sich die Hormone des Mannes nach dem Ejakulieren, was zu einem gewissen "Entspannungsgefühl" führen kann. Wer dauerhaft auf Ejakulation verzichtet, kann diese Wirkung vermissen. Außerdem kann es ungesund sein, wenn ein Mann über einen langen Zeitraum nicht ejakuliert und sich die sexuelle Energie im Becken sammelt und sich wie da anstaut. Ab und zu trotzdem ejakulieren oder regelmäßig die Energie von den Hoden in dem ganzen Körper zu verteilen ist deswegen ratsam. Frustration und angestaute, steckende Energie ist nicht das Ziel.

     

    ABSCHLUSS

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Enthaltsamkeit in der Sexualität verschiedene Gründe und Auswirkungen haben kann. Ob man sich dafür entscheidet oder nicht, hängt von den eigenen Bedürfnissen und Zielen ab.

  • Erotic Blueprints

    Die "Erotic Blueprints" sind eine relativ neue Methode, um die individuellen sexuellen Präferenzen und Bedürfnisse zu verstehen und zu beschreiben. Diese Methode wurde von Jaiya, einer Sexualpädagogin und Tantra-Lehrerin. entwickelt.

    KONZEPT

    Die Idee hinter den "Erotic Blueprints" ist, dass jeder Mensch eine einzigartige Art hat, auf sexuelle Stimuli zu reagieren und seine Sexualität auszudrücken. Es gibt fünf verschiedene "Blueprints", die beschreiben, welche Art von Stimulation und Aktivität eine Person bevorzugt:

    1. Energetischer Blueprint: Diese Personen bevorzugen eine subtile und spirituelle Art der Stimulation, wie zum Beispiel Atmen, Berühren oder Tanzen. Sie genießen es, eine tiefe Verbindung zu ihrem Partner zu spüren und sind oft sehr empfindsam für die Energie um sie herum.
    2. Sinnlicher Blueprint: Sinnliche Menschen genießen es, alle ihre Sinne zu aktivieren und mögen es öfter sich in einem intimen, romantischen Umfeld zu bewegen. Stimulation wie Massagen, Kuscheln und Umarmungen, unterschiedliche Arten von Berührungen und Empfindungen auf der Haut, Musik, riechende Kerzen.
    3. Sexueller Blueprint: Diese Personen bevorzugen eine direkte, physische Stimulation wie Sex, Masturbation und visuelle Reize. Sie sind oft sehr aktiv und leidenschaftlich im Bett und bevorzugen körperliche Ausdrucksformen der Liebe.
    4. Kinky Blueprint: Diese Personen bevorzugen ausgefallene und unkonventionelle Formen der Stimulation, wie zum Beispiel BDSM, Rollenspiele und Fetischismus. Sie genießen es, Grenzen zu überschreiten und neue, aufregende Dinge auszuprobieren.
    5. Gestaltwandler: Gestaltwandler werden sexuell von einer Kombination verschiedener Faktoren erregt. Sie finden Stimulation in allen Aspekten der Sexualität, die wir besprochen haben. Sie haben ein starkes Verlangen nach Vielfalt und gelten als Pioniere bei der Erforschung verschiedener erotischer Blaupausen und Kinks. Für Gestaltwandler sind Neuheit und Aufregung entscheidend, um ihre sexuellen Gelüste zu befriedigen. Sie suchen ständig nach frischen und neuen Erfahrungen, um ihren unersättlichen Appetit zu stillen.

     

    Jeder Mensch hat eine einzigartige Kombination dieser "Blueprints", die seine sexuelle Persönlichkeit ausmacht. Durch das Verständnis dieser Kombination kann man lernen, sich selbst und andere besser zu verstehen und eine erfülltere Sexualität zu erreichen. Jaiya betont jedoch, dass diese Kategorien nicht als Beschränkung oder Etikettierung angesehen werden sollten, sondern als Werkzeug zur Entdeckung und Verfeinerung der eigenen sexuellen Vorlieben.

    Im Laufe des Lebens oder der sexuellen Exploration können ich die eigenen Blueprints auch verändern.

    Die Blueprints sind nicht als Schublade gesehen, in der man sich reinpressen soll, sondern als Inspiration. Wenn zwei Menschen aufeinander treffen, die vielleicht unterschiedlich “Erotic Blueprint” haben kann es sehr hilfreich sein dieses Wissen zu haben, damit beide zufrieden sein können.

    Es ist auch wichtig zu beachten, dass die "Erotic Blueprints" nicht nur auf heterosexuelle Beziehungen beschränkt sind und auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen und polyamoren Beziehungen Anwendung finden können.

  • Erotik

    HERKUNFT

    Die Erotik ist ein Begriff, der für viele Menschen mit Sexualität und Leidenschaft in Verbindung gebracht wird. Das Wort "Erotik" stammt aus dem Griechischen und leitet sich von dem Wort "eros" ab, das für Liebe und Leidenschaft steht. In der griechischen Mythologie ist Eros auch als der Gott der Liebe bekannt.

    Das Wort "Erotik" wurde im 18. Jahrhundert in die deutsche Sprache eingeführt und wurde in der Literatur und Kunst häufig verwendet, um die Schönheit und Anziehungskraft des menschlichen Körpers und der Sexualität auszudrücken.

     

    BEDEUTUNG

    Erotik ist ein Begriff, der sich auf sexuelle Anziehungskraft, Sinnlichkeit und das Erleben von Lust und Vergnügen in Bezug auf körperliche Intimität bezieht. Der Begriff kann auch die künstlerische Darstellung von sexuellen Themen und Inhalten in Literatur, Film, Kunst und anderen Medien umfassen.

     

    AUSDRUCK

    Erotik ist ein Teil des menschlichen Lebens und kann auf unterschiedliche Weise erlebt und ausgedrückt werden. Es kann romantisch und zärtlich sein oder auch wild und leidenschaftlich. Erotik kann auch in verschiedenen Formen von (sexuellen-) Praktiken und Fantasien ausgedrückt werden.

    Es ist wichtig zu beachten, dass die Erfahrung von Erotik und sexueller Anziehungskraft von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Was für eine Person als erotisch empfunden wird, kann für eine andere Person nicht dasselbe sein. Erotik ist also ein subjektives Konzept, das von individuellen Erfahrungen, Einstellungen und Vorlieben geprägt wird.

  • Fetisch

    HERKUNFT

    Das Wort "Fetisch" stammt aus dem Portugiesischen und wurde im 16. Jahrhundert von portugiesischen Seeleuten in Westafrika geprägt. Es leitet sich vom portugiesischen Wort "feitiço" ab, das "Zauber" oder "Amulett" bedeutet. Dort bezeichnete es ein Objekt, das von Einheimischen als magisch oder religiös verehrt wurde. Dieses Objekt konnte aus verschiedensten Materialien bestehen, wie zum Beispiel Holz, Stein oder Knochen. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff "Fetisch" auch auf ähnliche Objekte anderer Kulturen übertragen.

    Im Laufe der Zeit bekam der Begriff jedoch auch eine sexuelle Konnotation, da einige Menschen sexuelle Erregung durch die Verehrung bestimmter Objekte oder Körperteile empfinden. Diese Objekte oder Körperteile üben einen bestimmten "Zauber" aus.

     

    BEDEUTUNG

    Der Begriff "Fetisch" wird oft verwendet, um eine spezifische Vorliebe oder sexuelle Anziehung zu einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Handlung zu beschreiben. Dieses Objekt oder diese Handlung wird als "Fetisch" bezeichnet, weil es für die Person, die ihn hat, eine besondere sexuelle Bedeutung hat.

    Ein Fetisch kann viele Formen annehmen, wie zum Beispiel Kleidungsstücke, Schuhe, Latex, Leder, Bondage-Accessoires oder bestimmte Körperteile. Für manche Menschen kann der Fetisch allein ausreichen, um sexuelle Erregung und Befriedigung zu erlangen, während andere den Fetisch in ihre Spiele integrieren und ihn als Teil einer größeren sexuellen Fantasie nutzen.

  • Freiheit

    Die Freiheit ist ein Begriff, der eine Vielzahl von Bedeutungen hat und in verschiedenen Kontexten verwendet wird. Im Allgemeinen bezieht sich der Begriff auf die Möglichkeit, Entscheidungen unabhängig von äußeren Zwängen zu treffen und selbstbestimmt zu handeln.

     

    HERKUNFT UND ANDERE SPRACHEN

    Die Herkunft des Wortes "Freiheit" lässt sich bis ins Althochdeutsche zurückverfolgen, wo es als "frīheit" erschien. Das Wort setzt sich aus den Bestandteilen "frī" (frei) und "-heit" (Abstraktbildung) zusammen und bedeutet somit so viel wie "Zustand der Freiheit".

    Das germanische Wort "friþu" ist verwandt mit anderen Wörtern in germanischen Sprachen, wie zum Beispiel dem deutschen Wort "Frieden" und dem niederländischen Wort "vrijheid". Alle diese Wörter haben gemeinsam, dass sie Freiheit und Schutz miteinander verbinden und damit das Konzept von Freiheit als Freiheit von Unterdrückung und Bedrohung betonen.

    Das Konzept der Freiheit hat in vielen Kulturen und Sprachen eine wichtige Rolle gespielt und so gibt es auch in anderen Sprachen zahlreiche Wörter, die dasselbe oder ähnliche Konzepte ausdrücken. Im Englischen beispielsweise gibt es das Wort "freedom".

    Das englische Wort "freedom" hat seinen Ursprung im Altenglischen und geht auf das germanische Wort "friþu" zurück, was "Frieden, Schutz, Freiheit" bedeutet. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Wort im Altenglischen zu "freodom", was auch "Freiheit" bedeutet.

     

    POLITIK

    Freiheit ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis und ein wichtiges Element demokratischer Gesellschaften. Im politischen Kontext bezieht sich der Begriff auf die Möglichkeit, unabhängig von Unterdrückung und Diskriminierung zu leben und sich zu entwickeln.

    Im Laufe der Geschichte hat das Konzept der Freiheit immer wieder eine wichtige Rolle in der englischen Sprache und Kultur gespielt, von der Magna Carta im 13. Jahrhundert über die amerikanische Unabhängigkeitserklärung bis hin zu modernen Debatten über Menschenrechte und Bürgerrechte.

     

    PERSÖNLICH

    Im persönlichen Kontext kann Freiheit jedoch auch bedeuten, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

    Psychologisch lässt sich hinterfragen, wie frei Menschen wirklich je sind beziehungsweise sein können!

    Dass “Freiheit” in seiner Herkunft oft mit dem Begriff “Schutz” verbunden ist, ist interessant. Freiheit kann nämlich auch mit einem Gefühl von Verlust der Sicherheit verbunden sein. Wenn Außenkontrolle oder internalisierte Zwänge losgelöst werden, besteht die Möglichkeit, sich eigene Muster zurück zu wünschen, weil sie sich sicher anfühlen. Somit kann philosophiert werden, dass “Freiheit” in der Herkunft des Wortes schon die Bedeutung, dass es sich um eine tiefere Freiheit handelt, vielleicht eine, wo einige Themen schon verarbeitet worden sind und es sich nun um echte Freiheit handelt, die integriert ist und das Nervensystem annehmen kann.

    Insgesamt ist Freiheit ein bedeutungsvoller Begriff, der in vielen Kulturen und Sprachen eine wichtige Rolle spielt.

  • G-Punkt

    Der G-Punkt ist ein umstrittenes Thema, das sowohl medizinische als auch soziale Fragen aufwirft.

     

    HERKUNFT

    Der Begriff "G-Punkt" wurde erstmals 1982 von dem deutschen Gynäkologen Dr. Ernst Gräfenberg in einem wissenschaftlichen Artikel vorgestellt, in dem er die Existenz eines empfindlichen Bereichs in der Vagina beschrieb, der bei Stimulation zu intensiver sexueller Erregung und Orgasmen führen kann.

    Die Abkürzung "G" in G-Punkt steht für Gräfenberg, der diesen Bereich entdeckt und beschrieben hat.

     

    WO, WAS, EXISTIERT ER?

    Die genaue Lage und Größe des G-Punkts ist jedoch umstritten und es gibt keine wissenschaftliche Konsens darüber, ob es sich um ein eigenständiges anatomisches Merkmal oder um eine Sammlung von Nerven-enden handelt.

    Viele Menschen haben für sich den G-Punkt anerkannt. Die Stimulierung des G-Punkts wird auch oft in Zusammenhang mit der weiblichen Ejakulation gesetzt, und die Orgasmen als anders in Gefühl beschrieben, als Orgasmen, die ausschließlich mit Klitoraler Stimulierung stattfinden.

    Insgesamt bleibt der G-Punkt ein kontroverses und diskutiertes Thema, das weiterhin Aufmerksamkeit von medizinischen Fachleuten und der Gesellschaft erhält.

  • Hure

    Das Wort "Hure" ist ein Begriff, der oft als abwertend oder beleidigend verwendet wird und eine Frau bezeichnet, die sexuelle Dienste gegen Geld anbietet. Obwohl der Begriff heutzutage auch als Beleidigung genutzt wird unabhängig von der Tätigkeit einer Person.

     

    HERKUNFT

    Die Etymologie des Wortes geht auf das Althochdeutsche "huora" zurück, was "Unzucht" oder "Ehebruch" bedeutet. Das Wort ist eng mit dem mittelhochdeutschen Begriff "hur" verwandt, der sich auf eine uneheliche Beziehung bezieht.

     

    KULTUR

    In vielen Kulturen und Gesellschaften waren Prostituierte und sexuelle Dienstleistungen historisch gesehen präsent und wurden  sogar als notwendige Institution betrachtet. Dennoch wurden Frauen, die sich in diesem Berufszweig engagierten, oft stigmatisiert und diskriminiert. Viele Länder haben Gesetze und Regelungen zur Regulierung der Prostitution erlassen, um die Sicherheit und den Schutz von Prostituierten zu gewährleisten.

    Es ist wichtig zu betonen, dass die Verwendung des Wortes "Hure" oder anderer abwertender Ausdrücke für Prostituierte inakzeptabel ist und zur Stigmatisierung und Diskriminierung von Frauen führen kann. Stattdessen sollten wir uns darauf konzentrieren, Frauen in allen Bereichen ihres Lebens zu unterstützen und zu respektieren, unabhängig von ihrer Tätigkeit oder Lebensweise.

     

    OFT AUCH ALS ÄHNLICHE BELEIDIGUNG VERWENDET: SLUT

    Das englische Wort "slut" wird oft als Schimpfwort verwendet, um eine Frau zu beschreiben, die als promiskuitiv oder sexuell unverantwortlich betrachtet wird. Die Etymologie des Wortes ist jedoch komplexer und reicht weit in die Geschichte zurück.

    Ursprünglich wurde das Wort "slut" im Mittelenglischen verwendet, um einen schmutzigen oder unordentlichen Zustand zu beschreiben. Es wurde auch als abwertende Bezeichnung für eine unordentliche oder nachlässige Person verwendet, unabhängig von ihrem Geschlecht. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Bedeutung des Wortes und es wurde zunehmend mit sexueller Promiskuität in Verbindung gebracht.

    Es ist wichtig zu beachten, dass das Wort "slut" heute oft als beleidigend und frauenfeindlich empfunden wird. Viele Menschen sehen es als Teil einer Kultur der sexuellen Scham und Doppelmoral, die Frauen für sexuelles Verhalten verurteilt, das bei Männern akzeptabel ist. Es ist wichtig, respektvolle Sprache zu verwenden, die die Würde und den Respekt aller Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht oder sexuellen Verhalten, respektiert.

     

    SLUT UND HURE WIEDER ZU SICH NEHMEN?

    Einige Frauen, und Männer, haben für sich beschlossen diese Wörter nicht mehr negativ zu konnotieren und bezeichnen sich selber, zum Beispiel,, als eine “Slut”.. Auch im Kink und BDSM Spiel kann es sehr aufregend und befreiend sein diese Begriffe zu verwenden.

  • Intimität

    Das Wort "Intimität" wird verwendet, um eine enge Beziehung zwischen zwei Personen oder auch eine tiefe Vertrautheit zu beschreiben.

     

    HERKUNFT

    Es stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Worten "intimus" und "itas" zusammen. "Intimus" bedeutet dabei so viel wie innerster oder tiefster, während "itas" die Eigenschaft oder den Zustand von etwas beschreibt. Das Wot "intimus" ist wiederum zusammengestzt aus der aufhebenden, verneinenden Vorsilbe "in" und dem lateinischen "timor", die Angst, Furcht. Direkt auf Deutsch übersetzt weist also das Wort "Intimität" auf einen Zustand oder eine oft mit anderen gemeinsam erlebte Befindlichkeit hin, ohne das Gefühl von Angst und Furcht.

    BEDEUTUNG

    Ein schöner Ursprung. Ein Zustand von innerer beruhigter Tiefe, befreit von den Spannungen der Ängste. Bei gefühlter Intimität in einem wahrhaft intimen Verhältnis mit einem anderem Menschen, geht es deshalb nicht nur um körperliche Nähe, sondern um eine vertrauensvolle Verbundenheit. Diese nährt sich aus einer großen Angstlosigkeit zueinander und einem gemeinsamen Gefühl von Beschütztheit miteinander gegenüber allem anderen. Das Wort beschreibt daher wohl die tiefste und schönste Möglichkeit von Freundschaft.

    Das Wort "Intimität" hat eine lange Geschichte und wurde bereits in der römischen Antike verwendet.

  • Junkie - Sexjunkie

    "Junkie" leitet sich von dem englischen Wort "Junk" - Müll, kaputtes Zeug ab. Es bezeichnet bildmalerisch einen Menschen, der sich in einem intensiven, in der Tendenz negativen Prozess mit einer Sache oder Tätigkeit befindet. Das negativ bewertende Kernwort "Junk" - Müll bezieht sich zuerst einmal auf zweierlei: Auf das, womit der Mensch umgeht und darauf, was dieser Umgang aus dem Menschen macht.

    Historisch hatte der Begriff “Junkie“ seine Entstehung in der Begebenheit, dass Heroinkranke Anfang des 19. Jhd. in den USA ihren Konsum mit dem Verkauf von Altmetall, also Müll finanziert haben. Dieser Umstand war der Auslöser einer Assosiationskette, einer bildlichen Gedankenverknüpfung, die sich durch das Wort “Junk“ - Müll verbindet.

    Das Wort "Junkie" entfaltet seine wortmalerische und damit emotionale Wirkung durch folgende Assosiationen: Der Umgang mit dem "Dreckszeug/Müll", einem Stoff oder eine Tätigkeit, macht diesen Menschen selbst zu Müll, macht ihn kaputt. Und diese Menschen werden dann auch nur noch mit Müll zu tun haben. Was dann wiederum bedeutet, dass der Umgang mit diesen Menschen einen selbst zu Müll oder kaputt machen kann. Dieser Mensch sollte also gemieden werden.

    Junkie ist deshalb in den meisten Fällen ein diskriminierender Begriff.

    Wie steht es um das Wort "Junkie" in Bezug auf Sex?

    Hier hat erfreulicherweise eine neue, leicht witzige und eher deproblematisierende Benutzung des Wortes “Junkie“ in Bezug auf Sexualität Einzug gehalten. Es spielt mit der großen allgemeinen Attraktivität, sexuell zu sein und dem in dieser Verbindung offensichtlich sehr übertriebenen Desaströsität des “Junkie“ Begriffs.

    Mit einem “Sexjunkie“ wird also im allgemeinen eher eine an der Sexualität sehr interessierte Person bezeichnet, die sich damit keinesfalls herabgewürdigt fühlen sollte.

    Anders verhält es sich allerdings mit dem Begriffen “Sexsüchtig“ oder “Sexkrank“ wegen stärkerer Passung in Bezug auf Sexualität wie oben beschrieben.

     

     

    Diskurs - Emotionale Sprachmanipulation

    Das Besondere bei der Benutzung des Wortes "Junkie" in diesem Sucht-Zusammenhang ist es, dass es ein eindeutiges, radikales Urteil fällt. Der "Junkie" gibt sich mit einem allgemein bekannten (!), zu starken (Drecks-) Mittel ab und ist dabei sich zu zerstören. Deshalb fällt es uns in der Regel viel leichter, bei dem durch das öffentlich extrem diskreditierte Heroin durchseuchten Menschen von einem “Junkie“ zu sprechen, als z.B. von jemanden, der von Alkohol durchseucht ist. Obwohl die Zerstörungskraft von Alkohol millionenfach bewiesen mindestens so stark ist wie Heroin, tendiert hier jedoch der allgemeine Sprachgebrauch dazu, von einem “Alkoholkranken“ zu sprechen. Hier begegnet uns ein sehr ausgebuffter, da emotional hochgradig manipulativer Sprachtrick oder, wertungsoffener ausgedrückt, ein emotional manipulativ wirkendes Sprachphänomen. Oberflächlich entlasten, ja entschuldigen wir den betroffenen Menschen, wenn wir ihn als “Kranken“, also ohne eigene Schuld geschwächten und daher berechtigterweise hilfebedürftigen Menschen bezeichnen. Unser emotionales System schaltet auf “grün“, lässt uns wohlig fühlen, weil wir uns mit dieser Bezeichnung quasi um den Mitmenschen kümmern. Darüber hinaus befreien wir ihn von Schuld und erkennen seine Hilfsbedürftigkeit an. Wir tun also allgemein anerkannt etwas Gutes und das fühlt sich sehr beruhigend und bestätigend an. Verdeckt werten wir aber auch den Krankheitsgrund, hier das Suchtmittel auf, indem wir es auf die Stufe einer Naturgewalt heben, die Krankheiten ja im allgemeinen auslösen, bzw. nur diese dazu in der Lage sind. Insgeheim geben wir ihm damit, also in diesem Fall dem Alkohol, die Berechtigung der Omnipräsenz einer Naturgewalt, also einer allgemeinen Daseinsberechtigung. Und implizieren darüberhinaus auch die Möglichkeit eines fast auszeichnenden Umgangs: Bist du gesund und stark genug, wird dir das nochmal bestätigt durch einen folgenlosen, quasi unvermeidbaren Umgang mit dem potentiell Krankmachendem.

    Noch deutlicher wird die emotionale Sprachmanipulation, die das gesellschaftliche Ranking der Sucht- und Kompensationsmittel entscheidend steuert bei dem Umgang mit dem weitaus stärksten und gefährlichsten materiellen Suchtmittel unserer Kultur, dem raffinierten Zucker. Es spricht zweifellos für unsere schöne Sprache, dass der “raffinierte Zucker“ die kalkulierte Hinterlistigkeit, (zwar noch einen Tuck zu anerkennend, aber immerhin!) hineingemalt bekommen hat. Hier wird der siechende Zustand, von dem in den überwiegenden Fällen hauptverantwortlichen Suchtmittel, aber komplett getrennt und es wird ein eigener medizinischer Fachbegriff dafür eingeführt: “Diabetes mellitus“, zu Deutsch der “honigsüße Durchfluss“. Dieser äußert sich wortmalerisch erstaunlicherweise ja als einen beinahe anzustrebenen Zustand. Dahinter versteckt sich aber einer der qualvollsten und quantitativ tödlichsten Suchtkrankheiten unserer Gesellschaft.

    Die Steuerung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Sucht auslösenden Substanzen oder Tätigkeiten durch emotionale Sprachmanipulation kann also grob in folgender Abstufung aufgeschlüsselt werden:

    1. Junkie - diskreditiert das Mittel und verurteilt den Konsumenten

    2. Süchtiger, z.B. an Nikotinsucht leidend – Einstufung des Mittel als offensichtlich suchtauslösend, also gefährlich und leichte Diskriminierung des Konsumenten, weil zu schwach, der ja offensichtlichen (!) Gefahr zu widerstehen. (Eine Sucht wird als weitestgehend selbstverschuldet angesehen, im Vergleich zu einer Krankheit)

    3. Stoff oder Tätigkeitskranker, z.B. Alkoholkrank – Anerkennung der allgemeinen Daseinsberechtigung des Mittels (Naturgewalt, da Krankheitsauslösend) und eine weitestgehende Unverschuldetheit und Hilfebedürftigkeit des Betroffenen. (Leichte Erhöhung der nicht-kranken Alkoholkonsumenten)

    4. Komplette sprachliche Trennung. z.B. raffinierter Zucker und Diabetes mellitus. Die sprachliche Leugnung oder zumindest das In-Frage-Halten einer direkten Verbindung. Das führt zur Beibehaltung des Status des Mittels als allgemeines Nahrungsmittel oder eines zu befriedigenden Grundbedürfnisses und die vollkommene Anerkennung eines unverschuldeten Krankheitszustandes.

     

    Siehe auch unter “Sexsucht“ hier im Lexikon.

  • Klitoris

    Die Klitoris ist ein Teil des weiblichen Geschlechtsorgans, der oft eine wichtige Rolle bei der sexuellen Erregung und dem Orgasmus spielt.

     

    HERKUNFT

    Das Wort "Klitoris" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "kleiner Hügel" oder "kleiner Berg".

    Die Klitoris wurde erstmals im 16. Jahrhundert beschrieben, als der italienische Anatom Realdo Colombo sie als "Amor Veneris", den "Liebesgott der Venus", bezeichnete, oder auch "den Ort der höchsten Freude bei Frauen". Die Bedeutung der Klitoris als Teil des weiblichen Körpers wurde jedoch lange Zeit nicht anerkannt oder verstanden. Die Klitoris oft ignoriert oder sogar tabuisiert, und es wurde wenig über sie geforscht.

    Erst im späten 19. Jahrhundert begannen Ärzte und Wissenschaftler, die Klitoris genauer zu untersuchen. Der deutsche Gynäkologe Georg Ludwig Kobelt prägte den Begriff "Clitoris" und beschrieb ihre anatomischen Eigenschaften. Der deutsche Neurologe und Sexualforscher Ernst Gräfenberg entdeckte später den sogenannten Gräfenberg-Punkt, der auch als G-Punkt bekannt ist und eng mit der Klitoris verbunden ist.

     

    EIN PAAR FAKTEN

    Die Klitoris besteht aus einer empfindlichen, erhabenen Knospe, die von einer Kapuze bedeckt ist und sich in einem komplexen Netzwerk von Nerven, Blutgefäßen und Gewebe befindet. Ihre Arme strecken sich aus um die Öffnung der Vagina.

    Die Klitoris Spitze enthält etwa 8.000 bis 9.000 Nervenenden, was sie zu einem der empfindlichsten Teile des weiblichen Körpers macht. Bei sexueller Stimulation schwillt die Klitoris normalerweise an und wird empfindlicher. Die Stimulation der Klitoris kann zur sexuellen Erregung und zum Orgasmus führen.

  • Kontakt

    Kontakt ist ein Begriff, der in vielen verschiedenen Kontexten und Sprachen verwendet wird. Es kann sich auf die Berührung oder Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Dingen oder Personen beziehen.

     

    HERKUNFT

    Die Herkunft des Wortes "Kontakt" geht auf das lateinische Wort "contactus" zurück, was "Berührung" bedeutet. Der Begriff wurde im 17. Jahrhundert ins Englische übernommen und bezieht sich seitdem auf den Punkt, an dem sich zwei Dinge berühren oder verbinden. Im Deutschen hat sich der Begriff "Kontakt" erst im 19. Jahrhundert etabliert.

    In anderen Sprachen gibt es ähnliche Wörter, die "Kontakt" bedeuten. Zum Beispiel wird im Französischen das Wort "contact" verwendet, das ebenfalls auf das lateinische "contactus" zurückgeht.

    Im Spanischen ist es "contacto" und im Italienischen "contatto". In vielen anderen Sprachen gibt es ähnliche Wörter, die auf das lateinische Wort zurückgehen, wie zum Beispiel im Portugiesischen "contato" und im Rumänischen "contact".

    Das lateinische Wort "contactus" ist ein Partizip Perfekt Passiv des Verbs "contingo". "Contingo" bedeutet "berühren", "zusammentreffen" oder "verbinden". Es ist aus den zwei Wörtern "con-" und "tango" zusammengesetzt.

    Das Präfix "con-" bedeutet "zusammen" oder "gemeinsam", während "tango" "berühren" oder "anfassen" bedeutet. "Tango" stammt aus der indoeuropäischen Wurzel "*tenk-", was "berühren" oder "greifen" bedeutet.

    Das Wort "tango" hat in verschiedenen indoeuropäischen Sprachen zu verschiedenen Wörtern geführt, die sich auf das Berühren oder Greifen beziehen. Beispielsweise stammt das englische Wort "tactile" vom lateinischen "tangere" ab und bezieht sich auf den Tastsinn. Das spanische Verb "tocar" und das italienische Verb "toccare" bedeuten beide "berühren" oder "anfassen" und leiten sich ebenfalls von "tango" ab.

     

    ZUR ELEKTRONIK. EIN BEGRIFF FÜR VIELE BEREICHE

    In der modernen Welt hat der Begriff "Kontakt" eine große Bedeutung in verschiedenen Bereichen. In der Elektronik bezieht sich der Begriff auf den Punkt, an dem sich zwei Leiter miteinander verbinden, um Strom zu leiten. Im Geschäftsleben wird der Begriff häufig im Zusammenhang mit Networking und der Pflege von Beziehungen verwendet. Im medizinischen Bereich bezieht sich der Begriff auf den Punkt, an dem ein Organismus oder ein Teil des Körpers mit einem anderen in Berührung kommt.

    Insgesamt ist "Kontakt" ein vielseitiges und nützliches Wort, das in vielen verschiedenen Kontexten verwendet wird und in vielen verschiedenen Sprachen ähnlich verwendet wird. bezieht es sich auf die grundlegende Idee der Berührung und Verbindung, die in allen Aspekten des menschlichen Lebens wichtig ist und auf verschiedenen Ebenen (emotional, körperlich, geistig…) stattfinden kann.

  • Leidenschaft

    Leidenschaft ist ein Wort, das oft verwendet wird, um eine starke Emotion oder ein intensives Gefühl der Hingabe zu beschreiben.

     

    HERKUNFT

    Das Wort Leidenschaft stammt aus dem Mittelhochdeutschen "leidenshaft" und bedeutete damals "Leiden" oder "Schmerz". Die Etymologie des Wortes Leidenschaft kann bis ins Lateinische zurückverfolgt werden, wo das Wort "passio" die Wurzel bildet, was "Leiden" oder "Erleiden" bedeutet.

    Im Mittelhochdeutschen wurde das Wort "leidenshaft" verwendet, um extreme Emotionen zu beschreiben, insbesondere diejenigen, die mit Schmerz, Leiden oder Qual verbunden sind.

    Die Bedeutung des Wortes Leidenschaft hat auch einen religiösen Kontext. Im Christentum bezieht sich das Wort Leidenschaft auf die Leiden Christi während der Passion und die emotionalen und spirituellen Erfahrungen, die Menschen während der Karwoche erleben können.

     

    HEUTE

    Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung des Wortes erweitert und umfasst heute eine Vielzahl von Bedeutungen, darunter Hingabe, Begeisterung und starke emotionale Bindungen. Das Wort Leidenschaft wird oft verwendet, um eine intensive und emotionale Beziehung zwischen Personen oder einem Individuum und einer Sache zu beschreiben.

    In der Literatur wird das Wort Leidenschaft oft verwendet, um eine intensive und emotionale Beziehung zwischen Personen oder einem Individuum und einer Sache zu beschreiben. Die Verbindung zwischen Leidenschaft und Kreativität ist auch sehr stark und hat viele Schriftsteller, Künstler und Musiker inspiriert, ihre Werke zu schaffen.

     

    ANDERE SPRACHEN

    In anderen Sprachen gibt es Wörter mit ähnlicher Bedeutung wie das deutsche Wort Leidenschaft. Zum Beispiel das französische Wort "passion", das "Leidenschaft" oder "Hingabe" bedeutet. Das spanische Wort "pasión" hat auch eine ähnliche Bedeutung und wird oft verwendet, um starke Emotionen oder Hingabe zu beschreiben.

     

    SCHMERZHAFT INTENSIV?

    “Leidenschaft” trägt also sein Ursprung im “Erleiden”. Die Intensität der Leidenschaftsgefühle könnte in manchen Situationen als schmerzhaft erlebt werden, besonders, wenn sie nicht ausgelebt werden dürfen oder mit Scham verbunden sind…

  • Libido

    Die Libido ist ein Begriff aus der Psychologie und beschreibt das sexuelle Verlangen oder die Triebhaftigkeit eines Menschen. Es ist ein Konzept, das Sigmund Freud in seiner psychoanalytischen Theorie verwendet hat.

     

    HERKUNFT UND PSYCHOANALYSE

    Das Wort "Libido" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Verlangen" oder "Begehren". Der Begriff wurde erstmals von dem Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung verwendet, um das sexuelle Verlangen zu beschreiben. Es wurde später von Sigmund Freud aufgegriffen, der es in seine psychoanalytische Theorie integrierte und als einen der wichtigsten Triebkräfte für menschliches Verhalten betrachtete.

    Die Etymologie des Wortes "Libido" kann auf das lateinische Verb "libere" zurückgeführt werden, das "begehren" oder "wünschen" bedeutet. Es ist auch mit dem Wort "libido" verwandt, das im Lateinischen "freie Wahl" oder "Wahlmöglichkeit" bedeutet. Diese Verbindung zwischen Wunsch und Wahlmöglichkeiten ist auch in der psychoanalytischen Theorie präsent, da Freud argumentierte, dass die Libido auf bestimmte Ziele gerichtet werden kann, je nachdem, welche Erfahrungen in der frühen Kindheit gemacht wurden.

     

    ANDERE SPRACHEN UND BEGRIFFE

    In anderen Sprachen gibt es ähnliche Begriffe wie das französische und englische "libido", das dieselbe Bedeutung wie das deutsche Wort hat, während in anderen Sprachen wie Spanisch "deseo" oder "apetito sexual" verwendet werden.

    Über Psychoanalyse hinaus wird “Libido” Heutzutage verwendet, um die sexuelle Triebkraft und Lust zu beschreiben.

  • Liebe

    DIE LIEBE AUF DEUTSCH

    Die Liebe ist ein Begriff, der in vielen Kulturen und Sprachen eine wichtige Rolle spielt. Im Deutschen bezieht sich das Wort "Liebe" auf eine tiefe emotionale Bindung zwischen Menschen. Doch woher kommt der Begriff und welche anderen Wörter gibt es in anderen Sprachen, die eine ähnliche Bedeutung haben?

    Die Herkunft des Wortes "Liebe" lässt sich bis ins Althochdeutsche zurückverfolgen. Dort wurde das Wort "liobā" verwendet, was so viel wie "lieb" oder "teuer" bedeutet. Es wird allgemein angenommen, dass das Wort aus dem Proto-Germanischen "*leubaz" stammt, was so viel wie "lieb" oder "teuer" bedeutet.

     

    ANDERE SPRACHEN

    Interessanterweise gibt es auch in anderen Sprachen Wörter, die eine ähnliche Bedeutung wie das deutsche Wort "Liebe" haben. Zum Beispiel leitet sich das französische Wort "amour" vom Lateinischen Wort "amor" ab. Auch das spanische Wort "amor" und das italienische Wort "amore" haben die gleiche Herkunft und Bedeutung.

    Das Wort "amor" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Liebe" oder "Leidenschaft". Es leitet sich von dem Verb "amare" ab, was "lieben" bedeutet. Das Wort "amare" ist vermutlich selbst eine Ableitung von einem älteren Wort, das "Mutter" bedeutete. Dieses ältere Wort könnte möglicherweise mit der indoeuropäischen Wurzel *am-, was "Mutterschaft" bedeutet, verwandt sein.

    In vielen Sprachen gibt es auch andere Wörter, die "Liebe" oder ähnliche Bedeutungen beschreiben. Zum Beispiel ist das griechische Wort "agape" eng mit dem Begriff "Liebe" verbunden. Es wird oft verwendet, um bedingungslose und selbstlose Liebe zu beschreiben. Das japanische Wort "ai" wird auch oft als "Liebe" übersetzt und bezieht sich auf eine tiefe Verbundenheit zwischen Menschen.

    Das englische Wort "love" stammt vom alten englischen Wort "lufu" ab, das "Liebe, Zuneigung, Freundschaft" bedeutet. Dieses Wort hat seinen Ursprung in der germanischen Sprache und ist mit dem deutschen Wort "Liebe" sowie dem niederländischen Wort "liefde" verwandt. Der Ursprung des Wortes ist jedoch unsicher und könnte von einer indogermanischen Wurzel stammen, die "begehren" oder "wollen" bedeutet.

     

    EINE BREITE BEDEUTUNG

    Dass “Liebe” in seiner Herkunft, je nach Sprache, auch “Teuer” bedeutet macht viel Sinn. Liebe ist eine Menschliche Erfahrung, die uns so tief berührt wie vielleicht nichts anderes.

    Auch die Herkunft und Verbindung mit dem Wort “Mutter” ist interessant. Die mütterliche Liebe wird oft als stärkste Liebe gesehen. Eine Liebe, die keine Bedingungen kennt, die von einem Menschen gegeben werden kann, statt nur vom göttlichen.

    In der heutigen Zeit wird das Wort "Liebe" oft im Zusammenhang mit romantischer Liebe verwendet. Doch es ist wichtig zu betonen, dass der Begriff in vielen Kulturen und Sprachen eine viel breitere Bedeutung hat und auch andere Arten von Liebe beschreiben kann. Obwohl die Worte in verschiedenen Sprachen unterschiedlich sind, gibt es doch ein gemeinsames Verständnis davon, was es bedeutet, jemanden zu lieben und geliebt zu werden.

     

    WENN SPRACHEN MEHR ALS EINE "LIEBE" HABEN - EINBLICK IN 2 SPRACHEN

    Das wunderbare an Sprachen, ist das jede Sprache unterschiedliche Stärken hat. Im deutschen gibt es einige Begriffe um das Thema Liebe: Mögen, Lieb haben, Leidenschaft, Lust, Sehsucht vielleicht… Lass uns mal zwei Sprachen genauer anschauen, japanisch und griechisch, und ihre vielseitige Begriffe für “Liebe”:

    In der japanischen Sprache gibt es mehrere Wörter, die "Liebe" oder ähnliche Bedeutungen ausdrücken. Hier sind einige Beispiele:

    1. 愛 (ai) - Dieses Wort wird oft als "Liebe" übersetzt und bezieht sich auf eine tiefe Verbundenheit zwischen Menschen. Die Etymologie des Wortes "ai" ist nicht vollständig geklärt, aber es wird vermutet, dass es aus dem Chinesischen stammt.
    2. 恋 (koi) - Dieses Wort wird oft als "romantische Liebe" übersetzt und bezieht sich auf eine starke Anziehungskraft zwischen zwei Menschen. Die Etymologie des Wortes "koi" ist ebenfalls nicht sicher, aber es wird angenommen, dass es aus dem Japanischen selbst stammt.
    3. 慕情 (bojou) - Dieses Wort bedeutet "Sehnsucht" oder "verehrte Liebe" und bezieht sich auf eine tiefe und respektvolle Zuneigung zwischen zwei Menschen. Die Etymologie des Wortes "bojou" ist ebenfalls unklar, aber es wird vermutet, dass es aus dem Chinesischen stammt.
    4. 情熱 (jounetsu) - Dieses Wort bedeutet "Leidenschaft" oder "Feuer" und bezieht sich auf eine intensive Emotion oder ein starkes Verlangen. Die Etymologie des Wortes "jounetsu" ist nicht vollständig bekannt, aber es wird angenommen, dass es aus dem Japanischen selbst stammt.
    5. 愛情 (aijou) - Dieses Wort bedeutet "Zuneigung" oder "Liebe" und bezieht sich auf eine warme und liebevolle Beziehung zwischen Menschen. Die Etymologie des Wortes "aijou" ist unklar, aber es wird angenommen, dass es aus dem Chinesischen stammt.

    In der japanischen Kultur und Sprache wird die Bedeutung von Liebe oft subtiler und differenzierter ausgedrückt als im Englischen oder anderen Sprachen. Es gibt verschiedene Wörter, die unterschiedliche Aspekte der Liebe und der zwischenmenschlichen Beziehungen beschreiben und betonen.

    Die griechische Sprache hat eine Vielzahl von Wörtern für verschiedene Arten von Liebe und zwischenmenschlichen Beziehungen. Hier sind einige Beispiele:

    1. Έρωτας (Eros) - Dieses Wort bedeutet "Leidenschaft" und bezieht sich auf romantische und sexuelle Liebe. In der griechischen Mythologie ist Eros der Gott der Liebe und der Begierde.
    2. Φιλία (Philia) - Dieses Wort bedeutet "Freundschaft" und bezieht sich auf eine tiefe Verbundenheit und Zuneigung zwischen Freunden.
    3. Αγάπη (Agape) - Dieses Wort bedeutet "bedingungslose Liebe" und bezieht sich auf eine tiefe und altruistische Liebe, die unabhängig von Bedingungen und Erwartungen ist.
    4. Στοργή (Storge) - Dieses Wort bedeutet "Familiäre Liebe" und bezieht sich auf die Liebe zwischen Familienmitgliedern.
    5. Φιλαυτία (Philautia) - Dieses Wort bedeutet "Selbstliebe" und bezieht sich auf eine gesunde Selbstachtung und Selbstliebe, die notwendig ist, um eine erfüllende Beziehung zu anderen aufzubauen.

    Die Etymologie dieser Wörter geht oft auf die griechische Mythologie zurück. Zum Beispiel wurde der Begriff Eros von dem Gott der Liebe und Begierde abgeleitet, während der Begriff Agape von der christlichen Lehre über bedingungslose Liebe inspiriert wurde. Die anderen Begriffe stammen aus der griechischen Sprache selbst und sind eng mit der griechischen Kultur und Geschichte verbunden. In der griechischen Philosophie und Literatur werden diese Wörter oft verwendet, um verschiedene Aspekte der Liebe und der zwischenmenschlichen Beziehungen zu beschreiben.

     

    ABSCHLUSS

    Insgesamt lässt sich sagen, dass Gefühle in Worte umzuwandeln eine interessante Entwicklung ist und eine Herausforderung darstellt. Gedichte kommen dem vielleicht näher als jegliche Einzelbegriffe.

    “Liebe” bleibt eine extrem wichtige menschliche Erfahrung, die in manchen Sprachen sogar noch mehr Raum und Nuancen bekommen durfte, als auf deutsch.

  • Lust

    Lust ist ein Wort, das in der deutschen Sprache oft verwendet wird, um das Verlangen oder den Wunsch nach etwas zu beschreiben. Auch sexuelles Verlangen und Leidenschaft wird mit “Lust” bezeichnet. Die Verbindung zwischen Lust und Sexualität ist besonders ausgeprägt und hat viele Schriftsteller inspiriert, erotische Werke zu schaffen. Die Bedeutung des Wortes Lust hat sich im Laufe der Zeit entwickelt und hat in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Bedeutungen.

     

    HERKUNFT

    Das Wort Lust stammt aus dem Althochdeutschen "lust" und bedeutete damals "Freude" oder "Wonne". Die Etymologie des Wortes Lust kann bis ins Indogermanische zurückverfolgt werden, wo das Wort "leuk-", was "leuchten" oder "strahlen" bedeutet, die Wurzel bildet. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung des Wortes Lust jedoch erweitert und umfasst heute eine Vielzahl von Bedeutungen, darunter das Verlangen nach sexueller Befriedigung, das Verlangen nach Essen oder das Verlangen nach Vergnügen.

     

    ANDERE SPRACHEN

    In anderen Sprachen gibt es Wörter mit ähnlicher Bedeutung wie das deutsche Wort Lust. Zum Beispiel das französische Wort "plaisir", das "Vergnügen" oder "Freude" bedeutet. Das spanische Wort "gusto" wird auch oft verwendet, um das Verlangen oder den Geschmack nach etwas zu beschreiben. In der englischen Sprache wird das Wort "desire" oft als Synonym für Lust verwendet.

    Es gibt auch Wörter in anderen Sprachen, die ähnlich klingen wie Lust, aber eine andere Bedeutung haben. Zum Beispiel bedeutet das niederländische Wort "lust" "Lust" oder "Appetit", während das schwedische Wort "lust" "Freude" oder "Vergnügen" bedeutet.

     

    EINBLICK INS CHINESISCHE

    Das chinesische Wort und Schreiftzeichen für "Lust" beinhaltet eine Definition von Lust.

    Das chinesische Wort für "Lust" ist "欲望" (yùwàng), welches aus zwei Schriftzeichen besteht.

    Das erste Schriftzeichen (yù) bedeutet "Wunsch" oder "Verlangen". Es besteht aus zwei Komponenten: "音" (yīn), das für "Ton" steht, und "欠" (qiàn), das für "fehlen" oder "vermissen" steht. Zusammen bedeutet es "etwas vermissen und danach verlangen", was den Begriff "Wunsch" oder "Verlangen" darstellt.

    Das zweite Schriftzeichen (wàng) bedeutet "Aussicht" oder "Hoffnung". Es besteht aus den Komponenten "方" (fāng), was für "Richtung" oder "Ort" steht, und "亡" (wáng), was für "sterben" oder "verloren gehen" steht. Zusammen bedeutet es "in eine Richtung blicken, in der Hoffnung, dass etwas passiert", was den Begriff "Aussicht" oder "Hoffnung" darstellt.

    Zusammen ergibt sich also das Wort "yùwàng" für "Lust" als eine Kombination aus dem Verlangen nach etwas und der Hoffnung auf dessen Erfüllung.

     

    FREUDIGER HUNGER

    Spannend ist, dass “Lust” sowohl mit “Freude” verbunden wird, als auch mit “Appetit”. Ein freudiger Hunger? Das Wort hat wohl eine passende Herkunft. Und wie bei einem Gourmet-Essen kann der Hunger mit viel Zeit und Genuss ausgekostet werden!

    Zusammenfassend ist das Wort Lust ein vielseitiges Wort, das in verschiedenen Sprachen verwendet wird, um das Verlangen oder den Wunsch nach etwas zu beschreiben. Die Bedeutung des Wortes Lust hat sich im Laufe der Zeit entwickelt und umfasst heute eine Vielzahl von Bedeutungen, von sexueller Befriedigung bis hin zu allgemeinem Vergnügen und Freude.

  • Masochismus

    Kurz gesagt ist Masochismus eine sexuelle Vorliebe, bei der man durch das Erleben von Schmerz und Unterwerfung erregt wird.

     

    WAS IST MASOCHISMUS

    BDSM steht für Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism und ist eine Art sexuelle Spielart, die auf Einvernehmlichkeit und Respekt basiert. Hierbei kann es auch zu einer Kombination von Schmerz und Lust kommen, wobei die Schmerzen aber kontrolliert und innerhalb eines vorher abgesteckten Rahmens bleiben.

    Es ist wichtig zu betonen, dass Masochismus nicht gleichzusetzen ist mit psychischen Erkrankungen oder pathologischen Verhaltensweisen. Es handelt sich hierbei um eine sexuelle Vorliebe, die für viele Menschen eine Möglichkeit darstellt, ihre Sexualität auszuleben und dabei die eigenen Grenzen zu erforschen.

    Dabei ist wichtig zu betonen, dass Masochismus nur dann gesund ist, wenn er einvernehmlich und in einer sicheren Umgebung praktiziert wird. In der BDSM-Szene gibt es hierfür klare Regeln und Absprachen, um das Wohlbefinden aller Beteiligten zu gewährleisten.

     

    HERKUNFT DES BEGRIFFS

    Der Begriff geht auf den österreichischen Schriftsteller Leopold von Sacher-Masoch zurück, dessen Werke sich mit Lust, Schmerz und Unterwerfung beschäftigen. Er wurde zum Namensgeber für die sexuelle Vorliebe, bei der man Freude und sexuelle Erregung durch das Erleben von Schmerz und Unterwerfung empfindet.

    Im Jahre 1886 veröffentlichte der Psychiater Richard von Krafft-Ebing sein Werk "Psychopathia Sexualis", in dem er den Begriff "Masochismus" einführte. Dabei bezog er sich auf die Beschreibungen von Sacher-Masochs Werken, in denen immer wieder das Motiv der Unterwerfung und Schmerzerfahrung auftaucht.

     

    SCHMERZ UND LUST

    Wie kann man denn durch Schmerz erregt werden? Es gibt eine ganze Menge Mechanismen im Körper, die da zusammenhängen.

    Zum einen gibt es da den bekannten Zusammenhang zwischen Schmerz und Endorphinen. Endorphine sind Botenstoffe, die der Körper bei Schmerzen ausschüttet und die eine Art Schmerzmittel und Glückshormon sind. Deshalb fühlen wir uns nach dem Sport oder einer Massage oft so gut - da werden nämlich Endorphine ausgeschüttet. Und genau diese Endorphine können auch eine Rolle spielen, wenn es um Lust und Schmerz geht. Wenn man also Schmerz empfindet, kann der Körper auf natürliche Weise mit einem Glücksgefühl reagieren, das man als erregend empfindet.

    Ein anderer Mechanismus ist, dass Schmerz eine Art intensiver Reiz ist. Wenn man zum Beispiel an einer Stelle gekitzelt wird, kann das auch zu einem lustvollen Gefühl führen - obwohl es ja eigentlich auch eine Art Schmerzreiz ist. Und wenn man nun bewusst Schmerz zufügt, zum Beispiel durch BDSM-Praktiken, dann kann das auch zu einem intensiven, lustvollen Erlebnis werden.

    Aber natürlich ist das alles immer eine individuelle Sache und es ist wichtig, dass man da aufeinander achtet und sich abspricht. Nicht jeder empfindet Schmerz als lustvoll und nicht jeder kann damit umgehen.

     

    ABSCHLUSS

    Insgesamt lässt sich sagen, dass Masochismus ein Teil der menschlichen Sexualität sein kann, der aber immer auf Einvernehmlichkeit und Respekt basieren sollte. In der BDSM-Szene gibt es klare Regeln und Absprachen, um das Wohlbefinden aller Beteiligten zu gewährleisten. Wer Interesse an diesem Thema hat, sollte sich aber vorher genau über die Risiken und Möglichkeiten informieren und sich mit erfahrenen Menschen austauschen. Das Ganze kann durchaus eine Bereicherung für das Sexualleben sein.

  • Menstruation

    Menstruation ist die Periode, die Frauen etwa einmal im Monat haben, wenn sie ihre Regelblutung bekommen. Es ist eine ganz normale und natürliche Funktion des weiblichen Körpers. Während der Menstruation wird das Blut, das sich in der Gebärmutter für eine mögliche Schwangerschaft angesammelt hat, ausgestoßen. Die Menstruation ist ein wichtiger Teil des Lebens einer jeden Frau, und doch wird oft nicht genug über dieses Thema gesprochen.

     

    ETYMOLOGIE

    Das Wort "Menstruation" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich "monatlich". Es ist ein Hinweis auf die regelmäßige, monatliche Blutung, die Frauen im gebärfähigen Alter haben.

     

    DAS "BLUT"

    Das Menstruationsblut besteht aus einer Mischung aus Blut, Schleimhautzellen und Gewebeteilen aus der Gebärmutter. Es kann auch kleinere Blutgerinnsel enthalten, die völlig normal sind.

     

    KULTUR

    Die Geschichte der Menstruation ist geprägt von Tabus und Scham. Im Christentum wird die Menstruation in der Bibel als etwas Unreines dargestellt. Viele Frauen wurden und werden noch heute aufgrund ihrer Blutung ausgegrenzt, geschämt und stigmatisiert.

    Doch es gibt auch viele Kulturen, die eine positive Stellung zur Menstruation haben. In einigen Kulturen werden Frauen während ihrer Menstruation als besonders mächtig und spirituell angesehen. Sie gehen dann oft gemeinsam in ein "rotes Zelt", um sich auszutauschen und sogar Wissen zu erlangen.

     

    EINE KRAFT

    Es gibt auch viele schöne Aspekte der Menstruation. Zum Beispiel kann sie als monatliches Ritual betrachtet werden, das Frauen dabei hilft, sich mit ihrem Körper und ihrem Zyklus zu verbinden. Wusstest du, dass die beiden Gehirnhemisphären während der Menstruation am stärksten miteinander verbunden sind? Das kann dazu führen, dass Frauen in dieser Zeit besonders intuitiv und kreativ sind.

    Und natürlich ist es auch ein Wunder, dass Frauen Leben in ihrem Körper wachsen lassen können. Die Menstruation ist ein wichtiger Teil dieses Prozesses und eine Erinnerung an diesem Wunder.

     

    EIN KOMPASS

    Natürlich kann die Menstruation auch unangenehm sein, doch oft sind schmerzhafte Nebenwirkungen um und während der Menstruation ein Ausdruck von dem Dauer-Stress, dem wir im Leben ausgesetzt werden, und auch von Ernährung und Umgebung. Damit ist die Menstruation aber auch ein Kompass, der einen einladen kann, sich den eigenen Lebensstil noch einmal genauer anzuschauen.

    Für weitere Informationen zu gesunder Menstruation ist das Buch “In the Flo” von Alisa Vitti sehr empfehlenswert.

    Insgesamt lohnt es sich, sich mehr mit der Menstruation beschäftigen und sie als das akzeptieren, was sie ist - ein wichtiger Teil des weiblichen Körpers und eine Quelle von Stärke und Weisheit.

  • Monogamie

    Seit tausenden von Jahren gilt die Monogamie als der Standard in vielen Kulturen. Die Idee, dass sich ein Paar exklusiv und auf Lebenszeit füreinander entscheidet, ist tief auch in unserer Gesellschaft verankert. Doch was passiert, wenn wir uns die Realität anschauen? Wird die Monogamie wirklich gelebt oder ist sie nur eine Idee, eine kulturelle Forderung, dem wir nie gerecht werden können?

    "Du sollst die Frau deines Nachbarns nicht begehren…" - dieser Satz aus der Bibel, und zwar nicht irgendein Satz, sondern einer der von Moses in Stein gemeißelten zehn ewigen Lebensgesetze für die Menschen ist eindeutig ein Aufruf zur heute sogenannten "Monogamie". Und ganz nebenbei definiert er die Hälfte der menschlichen Lebewesen, die Frauen als Eigentum der anderen Häfte, der Männer. In diesem Gesetz sind die Frauen sogar nur eine "Sache" von vielem, die der Mannmensch von seinem nächsten Mannmensch nicht begehren soll. Sein Haus nicht, sein Rind und seinen Esel nicht, auch nicht seine Sklaven  (ja, so steht es wirklich in der Bibel geschrieben!) und eben seine Frau auch nicht. Spätestens hier möchtern wir uns von der Gedankenwelt dieses Autors bzw seiner Autoren mit Empörung verabschieden! Und stellen fest, dass sich aus solch einem unfassbar unausbalanciertem, destruktiven Fundament mit einer an Offensichtlichkeit kaum zu überbietenden Folgerichtigkeit keine in sich und nach außen friedliche oder überhaupt in irgendeiner Art dauerhaft konstruktiv wirkende Gesellschaft erbauen lässt.. Alles, was sich auf solch einem Fundament errichten möchte, muss wegen seiner ungerechten, spannungsladenen Gewalt im Kern ganz unausweichlich zu immer wiederkehrenden Explosionen, also zu inneren und äußeren Zerstörungen, also in den Krieg führen.

    Das "Begehrensverbot" und das "Ehebruchsverbot" der zehn Gebote/Verbote des biblischen Moses wurde durch die auf ihn fussenden Religionen, das Judentum, das Christentum und der Islam, zu einer Regelung des allgemeinen Sexualverhaltens von vielen Milliarden von Menschen. Es prägt das emotionale System jedes einzelnen Menschen entscheidend, da beinahe jedem Heranwachsenden in diesen Kulturen dieses "Ideal" oder "Gottgemäße" des Sexualverhaltens von Geburt an auf vielfältigste Art beigebracht und vorgeführt wurde. Auch wenn es schwerste individuelle psychische Spannungen auslöste und de facto niemals gesamtgesellschaftlich gelebt wurde, etablierte sich die "Einehe" als das "Richtige", anzustrebende menschliche Verhalten. Die in diesen Kulturen eingebettete Wissenschaft, die als Weltdeutungsmacht immer einfussreicher wurde, insbesondere die Biologie, führte dann den Begriff der "Monogamie" ein. Diese Lebensform wurde auch von dieser Institution über viele Jahrhunderte als die "natürliche" oder "der Natur des Menschen gemäße" propagiert. Genauso wie es viele Jahunderte lang als "wissenschaftlich gesichert" galt, dass die in Rudel lebenden tierischen Mitlebewesen, wie Pferde oder Wölfe immer streng hierachisch von einem männlichen Exemplar angeführt werden und es auch keine natürliche Homosexualität gäbe.

    Auch heute noch versuchen Teile der wissenschaftlichen Biologie, die Monogamie als die artgemäße Lebensform der Menschen zu deklarieren.

    Aber alle bisher untersuchten Säugetiere, einschließlich unserer direkten evolutionären Vorfahren, den Schimpansen und den Bonobos, leben sexuell promiskuitiv. Einzig bei dem Stachelschwein besteht darüber zur Zeit noch keine letztendliche Sicherheit.

    Und auch die Menschen haben mit aller Wahrscheinlichkeit nach überall und zu allen Zeiten nicht de facto monogam gelebt. Die idealiserte Forderung nach Monogamie, scheint mit den daraus resultierenden inneren und äußeren Spannungszuständen, einen überaus stark prägenden Einfluss auf die Gesellschaften zu haben. Sie scheint in starker Verbindung zu stehen mit der Größe der Vermehrung, der Stärke von Konkurrenzverhalten und Wettbewerb, der inneren und äußeren Agressivität und letztendlich der technischen Entwicklung und der territorialen Ausbreitung dieser Gesellschaften.

    HERKUNFT

    Monogamie ist ein zusammengesetztes griechisches Wort. Das wir es benutzen, zeugt erst einmal von der großen Verehrung unserer Vorfahren, insbesondere unserer Schriftgelehrten oder Intellektuellen für der griechischen Kultur. Und auch von deren große Vorliebe für eine sich vom gemeinen Volk abgrenzenden Geheimsprache. Monogamie war in der jüngeren Vergangenheit und ist es eigentlich noch heute, wie schon angemerkt, zuallerst ein wissenschaftliches Wort der Biologie, genauer gesagt ein Wort der wissenschaftlich biologischen Verhaltenslehre der Tiere. Schon den meisten unserer Großeltern, ganz sicher aber unseren Urgroßeltern, war er kein wirklich geläufiger Begriff, sondern eben ein Fachbegriff der Zoologie. Sehr erstaunlicherweise, da ja eigentlich unpassend, wie es sich in der folgenden Übersetzung zeigt. Denn er bezieht sich im Kern ja exklusiv auf das menschliche Miteinander. Auf Deutsch heißt er direkt übersetzt: Mono – ein, einzig und Gamos – die Ehe, die Heirat. Wobei diese beiden deutschen Worte Ehe und Heirat ihre Wurzeln in ewa, das Gesetz und hiwa, das Lager hatten. Sie haben im Laufe der Zeit eine Mischbedeutung erfahren, die mit "allgemein anerkannt ( - gesetzlich) ein Lager, eine Hausgemeinschaft teilen" gut auf den Punkt gebracht ist. Monogamie spricht sich also auf Deutsch mit dem Wort Einehe und hätte als direkte Übersetzung die Bedeutung:

    Mit einem Einzigen von der menschlichen Lebensgemeinschaft allgemein anerkannt eine Hausgemeinschaft teilen.

    Von exklusiver sexueller Kommunikation ist also im Kern des Wortes überhaupt keine Rede, was dich doch erstmal beruhigen könnte und was wir uns ganz allgemein durchaus hinter die Ohren schreiben dürfen. Unsere klassischen Biologen aber, von christlicher Lebensweise und Weltanschauungen schwer beeinflusst, beugten den Begriff dann zu folgender, heute noch allgemein gültiger Bedeutung von Monogamie als zoologischer Fachterminus:

    Eine lebenslange und exklusive Fortpflanzungsgemeinschaft zwischen zwei tierischen Individuen einer Art.

    Die (Rück-) Übertragung des Begriffes mit dieser doch sehr bearbeiteten geistigen Aufladung wurde dann in den Zeiten der aufkeimenden allgemeinen Regentschaft der Wissenschaftlichkeit, durch die die Biologie eine immer größere Relevanz als grundsätzliche Orientierungsinstanz eben auch für uns Menschen und unserere Lebensart gewann, in folgender Form von der Allgemeinheit angenommen:

    Eine lebenslange, einmalige und exklusive Lebens- und Sexualgemeinschaft von zwei tierischen oder menschlichen Individuen zur Verrichtung der Fortpflanzung und Aufzucht der Nachkommenschaft.

    Etwas abmildern wird aktuell, vermutlich erst seit ein paar wenigen Jahrzehnten, noch gerne hinzugefügt: Beim Menschen ist das Paarungsverhalten aber nicht zwingend mit der Fortpflanzung verbunden. Aus der Stille fügt sich dieser Formulierung an: "- sollte sie aber eigentlich sein! ". Darüber hinaus suggeriert diese recht aktuell, im Jahre 2022 (!), über Google und Wikepedia postulierte Formulierung, dass es bei unseren tierischen Verwandten die Sexualität immer mit der Fortpflanzung verbunden sei, was selbstverständlich keineswegs der Fall ist und ja fast schon als willentliche Irreführung zu bezeichnen ist.

  • Männlichkeit

    Herkunft


    Etymologisch betrachtet ist die "Männlichkeit" oder auch das männliche
    Prinzip eine Grundkraft sowie eine Polarität. Der Psychoanalytiker C. G.
    Jung bezeichnete die männliche Grundkraft als "Animus", die weibliche als
    "Anima". Die chinesische Philosophie setzte das männliche "Yang" einem
    weiblichen "Yin" gegenüber. Dabei sind die beiden Grundkräfte nicht bloß
    gegenüber gestellt, sondern sie bedingen sich gegenseitig. Das Männliche
    und das Weibliche sind nämlich aufeinander bezogen und es wird immer
    auch ein Stück weit männliche Polarität in der Frau und weibliche Polarität
    im Mann angenommen. Männer wie Frauen sind demzufolge Mischwesen,
    die sich ständig in beiden Polaritäten bewegen und aufhalten können.


    Rollenbilder


    Biologisch wird "Männlichkeit" mit dem männlichen Geschlecht verknüpft.
    Sigmund Freud definierte "Männlichkeit" vereinfacht als bloße Abwesenheit
    von Weiblichkeit. Und kulturell wird "Männlichkeit" mit charakteristischen
    Eigenschaften assoziiert: Der männliche Prototyp wirkt in der Regel stark
    und selbstbewusst; dabei ist er stets cool und souverän. Abendländisch ist
    das männliche Prinzip eher impulsgebend und der Funke einer Sache. In
    der nordischen Mythologie ist die Sonne verkörpert durch die Göttin "Sol"
    eine Frau und kein Mann.


    Abschluss


    Folglich ist das Verständnis von "Männlichkeit" kulturhistorisch verschieden
    und passt sich den kulturellen Gegebenheiten sowie Umständen an. Und
    das ist gerade zu Krisenzeiten, in denen Bodybuilding und Machogehabe
    wieder vermehrt die "Männlichkeit" ausmachen, eine schöne Nachricht.

  • Orgasmus

    HERKUNFT

    Der Orgasmus ist ein Begriff, der in unserer Gesellschaft oft verwendet wird, aber nicht jeder kennt seine Herkunft und Etymologie. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und ist zusammengesetzt aus den Wörtern "orgasmos" und "orgē", was so viel bedeutet wie heftiger Bewegung oder Schütteln. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung des Wortes jedoch gewandelt und bezieht sich nun auf den Höhepunkt sexueller Lust und Befriedigung.

     

    ANDERE SPRACHEN

    In anderen Sprachen gibt es verschiedene Wörter, die die gleiche Bedeutung wie "Orgasmus" haben. Im Französischen wird der Begriff "l'orgasme" verwendet, der ebenso wie im Deutschen aus dem Griechischen abgeleitet ist. Im Englischen wird der Begriff "orgasm" verwendet, während im Spanischen und Portugiesischen "orgasmo" gebräuchlich ist.

    Es gibt auch andere Wörter, die sexuelle Befriedigung beschreiben, aber nicht unbedingt den Orgasmus. Zum Beispiel wird im Japanischen das Wort "shasei" verwendet, um den Akt der Ejakulation zu beschreiben, während im Hindi das Wort "sukha" verwendet wird, was so viel wie "Freude" bedeutet.

     

    BEDEUTUNG

    In der Antike wurde der Orgasmus oft mit mystischen und religiösen Erfahrungen verbunden. Die alten Griechen glaubten, dass der Orgasmus ein Ausdruck göttlicher Kraft und Erleuchtung sei, während die Hindus den Orgasmus als einen Weg zur Erleuchtung betrachteten.

    Heute wird der Orgasmus als Teil des normalen sexuellen Erlebens angesehen. Der Orgasmus kann auf verschiedene Weise erreicht werden, entweder durch Geschlechtsverkehr oder durch Masturbation. Aber auch ganz ohne Berührung können Orgasmen erlebt werden.

     

    ORGASMUS VIELFALT

    So viele an der Sexualität kann zutiefst befriedigend sein, und der Orgasmus ist ein möglicher Höhepunkt sexueller Erregung und Befriedigung, der oft mit Geschlechtsverkehr oder Masturbation in Verbindung gebracht wird. Es gibt jedoch nicht nur eine Art von Orgasmus, sondern verschiedene Arten, die auf unterschiedliche Weise erreicht werden können. Im Folgenden werden einige (es gibt noch mehr Möglichkeiten) der unterschiedlichen Arten von Orgasmus beschrieben.

    1. Klitoraler Orgasmus: Die Klitoris hat über 8.000 Nervenfasern, was sie zu einem der empfindlichsten Bereiche des weiblichen Körpers macht. Zum Vergleich: Der Penis hat durchschnittlich nur etwa 4.000 Nervenfasern. Die hohe Dichte an Nervenfasern in der Klitoris erklärt ihre Empfindlichkeit.
    2. Vaginaler Orgasmus: Der vaginale Orgasmus wird durch die Stimulation des Inneren der Vagina erreicht.
    3. Muttermund Orgasmus: Der Muttermund (oder Cervix), der tiefste Punkt in der Vagina kann sehr Empfindlich, oder sogar schmerzhaft auf Berührung oder Stöße reagieren, kann aber auch intensive Orgasmen hervorrufen, die sich auch sehr emotional anfühlen können.
    4. Analorgasmus: Der Anus ist ein sehr empfindlicher Bereich und kann eine starke sexuelle Erregung hervorrufen.
    5. Multiple Orgasmen: Einige Menschen können mehrere Orgasmen in einer einzigen sexuellen Begegnung erleben. Dies kann durch eine kurze Pause zwischen den Orgasmen oder durch eine geringere Erregungsintensität erreicht werden.
    6. G-Punkt Orgasmus: Der G-Punkt ist ein Bereich an der Vorderwand der Vagina, der bei Stimulation einen Orgasmus auslösen kann. Viele Frauen berichten von intensiven Orgasmen, wenn der G-Punkt stimuliert wird.
    7. Urethrale Orgasmus: Ein urethraler Orgasmus wird durch die Stimulation der Harnröhre erreicht. Dies kann durch Druck auf die Harnröhre oder durch die Verwendung von Sexspielzeugen erreicht werden. Der urethrale Orgasmus kann als sehr intensiv empfunden werden, da die Harnröhre ein sehr empfindlicher Bereich ist.

    Es gibt viele Arten von Orgasmen, die von unterschiedlichen Menschen auf unterschiedliche Weise erreicht werden können. Jeder Mensch hat individuelle sexuelle Vorlieben und Bedürfnisse, die sich auf die Art des Orgasmus auswirken können, den er oder sie bevorzugt.

    Orgasmen können gelernt werden, der Körper noch sensitiver werden und es gibt ganz viel zu erforschen… so lange das nicht aus einem Druck und Muss heraus entsteht, sondern aus Freude und Neugierde!

  • Perversion

    HERKUNFT

    Das Wort "Perversion" kommt vom lateinischen Wort "perversio", das "Verdrehung" oder "Umkehrung" bedeutet. Es ist auch mit dem Wort "versus" verwandt, das "gedreht" oder "umgedreht" bedeutet. Das Wort wurde erstmals im 19. Jahrhundert als medizinischer Begriff verwendet, um sexuelles Verhalten zu beschreiben, das als abweichend oder ungewöhnlich betrachtet wurde. Im Laufe der Zeit hat sich der Begriff jedoch zu einem allgemeinen Ausdruck für jede Art von ungewöhnlichem Verhalten entwickelt.

     

    HEUTE

    Es ist interessant zu beachten, dass das Wort "Perversion" oft mit sexuellen Handlungen in Verbindung gebracht wird, obwohl es eigentlich ein allgemeiner Ausdruck für jedes ungewöhnliche oder der “Norm” abweichende Verhalten ist. Dies ist wahrscheinlich auf die Verwendung des Wortes in der medizinischen Literatur zurückzuführen, wo es zur Beschreibung von sexuellen Abweichungen verwendet wurde.

  • Polyamorie - Sein oder nicht sein... Monogam

    Eine mittlerweile ziemlich beliebte Frage, die der Monogamie und Polyamorie.

    Manche Menschen mögen eine Starke Meinung in die eine oder in die andere Richtung haben, andere sich keiner Gruppe anschließen. In diesem Post geht es darum Gedanken und Erfahrungswerte mitzuteilen, die zum nachdenken erregen sollen. Vielleicht ändert sich dadurch die eine oder andere Meinung, und vielleicht auch nicht. Dieser Text ist inspiriert aus einem Interview mit Roland.

    GEHT ES NUR UM SEX?

    Sexualität ist Kommunikation. Es ist sogar Kommunikation mit all unseren Sinnen!

    Es lehrt uns so viel über uns selbst, bietet Selbstkenntnis, die Kenntnis des Anderen, das gegenseitige Spiegeln…

    Und da geht es auch nicht um Fortpflanzung, das könnte man mit einer Pipette machen. Wenn wir nur zum Flüssigkeitsaustausch Genitalien hätten, hätten wir wohl keine tausenden von Nerven-Enden dort. Nein, es geht um Kontakt. Auch energetisch kann so viel passieren, wenn man sich drauf einlässt.

     

    DAS KONZEPT DER SICHERHEIT

    Einer der Kerngründe für die Vorliebe zur Monogamie ist die Sicherheit.

    “Ich möchte sicher sein, dass du mich nicht verlassen wirst. Dass ich an erster Stelle stehe. Ich möchte wissen, dass ich genug bin. Möglichst sicher sein, dass ich deine Aufmerksamkeit und Zeit haben kann, wenn ich sie möchte.

    Ich möchte mich geliebt fühlen, und dass nichts diese Liebe gefährdet.”

    In einem Interview mit Roland kam heraus, dass in seiner Erfahrung die Sicherheit, die innerhalb von Freiheit und Offenheit entsteht, viel kraftvoller ist.

    Dass sie auch nicht mehr so schnell wieder bedroht werden kann.

    Dass wahre Sicherheit in manchen Formen der Polyamorie zu finden ist.

     

    IST POLYAMORIE GLEICH POLYAMORIE?

    Das Wort “Polyamorie” ist so breit und anpassbar wie das Wort “Monogamie”, oder gar “Ehe” und “Beziehung”.

    Die Form von Polamorie, die Roland anspricht, ist eine, die tiefe Verbindung einlädt, bei der das Öffnen nach außen die Beziehung nicht zu schwächen braucht, sondern die Beziehung stärkt.

    Wenn mein Partner, meine Partnerin mit anderen Menschen intim ist, kann das Unsicherheit hervorrufen. Es kann mir Angst machen, mich zwingen mich mit meinen Verlassensängste auseinander zu setzen. Es kann sich sehr roh anfühlen, sehr intensiv.

    Die Kommunikation mit dem nach außen gehenden Partner wird darin auch gefördert, sowie die Kommunikation in mir, mit meinen eigenen Gefühlen und Geschichten.

    Wenn ich die Erfahrung aber machen darf, immer wieder, dass ich, obwohl ich mein Partner/in nicht festhalte, nicht verlassen werde, dann entsteht nach und nach tiefes Vertrauen.

    Eine Entspannung, die aus dem Wissen stemmt, dass ich es nicht brauche, den anderen zu kontrollieren, ist großartig.

    Die Entscheidung, eine Beziehung zu öffnen, rührt daher nicht von dem Gedanken, dass zwei Menschen es blöd oder nicht genug miteinander finden, sondern aus der Frage, “wie schaffen wir eine langfristige Stabilität?”

    Ich möchte dazu noch bemerken, dass Polyamorie auch viel Energie und Zeit benötigen kann. Die Kommunikation, die gefördert wird, benötigt Zeit. Auch die intensiven Gefühlen, die ausgelöst werden können, sind nicht für alle Paare etwas, in das sie Zeit und Energie investieren wollen oder können.

     

    IST MONOGAMIE UNSER NATURZUSTAND?

    Lang und hart haben Menschen versucht zu beweisen, dass Monogamie in unserer Natur liegt. Schwäne standen als Beispiel für Familie und Lebenslange Monogamie, Medien und Religion haben dieses Ideal auch stark geprägt. Bisher konnte die Biologie und Wissenschaft doch nur beweisen, dass ein paar sehr wenige Tiere Monogam sind… und zwar, weil sie nach der Paarung ineinander wachsen und physisch einfach nicht mehr weg können!

     

    OKAY, ABER... WOFÜR NOCH?

    Anziehung zu anderen Menschen zu verschließen hört sich erstmal gut an, um eine Beziehung zu “schützen”. Damit schließt man aber vielleicht die Kommunikationskanäle dadurch, dass Druck entsteht, nach außen gehende Anziehung zu verheimlichen. Und durch diese Verheimlichung entsteht Distanz.

    Wenn ich aber meinen Partner erleben kann, wenn er neue Verbindungen knüpft, lerne ich ihn in neuen Situationen kennen. Ich lerne mehr über ihn.

    “Lieben” kommt aus dem Hochdeutsch und bedeutet “sich kennen”. Nach dieser Idee kann ich also mein Partner noch mehr kennen und dadurch noch mehr lieben. Und Vertrauen wird durch Kennen geschaffen.

    Letztlich entsteht aus der Erfahrung, sowohl nicht verlassen zu werden, als auch durch Kommunikation wieder ins Vertrauen zu gehen, Geborgenheit, tiefe Verbindung und wahre Sicherheit.

  • Ritual

    HERKUNFT

    Das Wort "Ritual" stammt vom lateinischen Begriff "ritus" ab, der so viel wie "Zeremonie" oder "Brauch" bedeutet. Das lateinische Wort "ritus" ist wiederum von der indogermanischen Wurzel "rei-" abgeleitet, die so viel wie "fließen" oder "in Bewegung setzen" bedeutet. Eine schöne Bedeutung, da Rituale sehr hilfreich sein können, um eine Erfahrung (zum Beispiel eine Massage) zu starten, in fließen zu bringen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Wort "ritus" zu "ritualis", was "Zeremoniell" oder "rituell" bedeutet.

    Die Verwendung des Wortes "Ritual" geht auf die antiken Römer zurück, die eine Vielzahl von Zeremonien und Bräuchen praktizierten. Diese Rituale wurden verwendet, um die Götter zu ehren, Krankheiten zu heilen oder um wichtige Ereignisse wie Geburten, Hochzeiten und Beerdigungen zu feiern.

    Rituale sind seit jeher Teil menschlicher Kultur. Sie sind Praktiken, die symbolisch für bestimmte Handlungen oder Ereignisse stehen und oft von Generation zu Generation weitergegeben werden.

    Rituale können religiösen, kulturellen oder sozialen Ursprungs sein und dienen oft dazu, eine gemeinsame Identität zu schaffen oder bestimmte Ereignisse oder Handlungen zu ehren.

     

    SPRACHEN UND KULTUREN

    Es gibt viele Wörter in anderen Sprachen, die eine ähnliche Bedeutung wie "Ritual" haben. Zum Beispiel bedeutet das französische Wort "rituel" dasselbe wie im Deutschen. In der japanischen Sprache gibt es das Wort "gishiki", das für "zeremonielle Handlung" oder "Ritual" steht. In der arabischen Sprache gibt es das Wort "ʿibāda", das für "Gottesdienst" oder "Verehrung" steht.

    In vielen indigenen Kulturen sind Rituale ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Zum Beispiel gibt es bei den Navajo-Indianern das "Beautyway-Ritual", das dazu dient, Harmonie und Ausgeglichenheit im Leben wiederherzustellen. Bei den Aborigines in Australien gibt es das "Dreamtime-Ritual", das dazu dient, den Ursprung der Welt und der Menschheit zu ehren.

    Auch in der christlichen Religion sind Rituale von großer Bedeutung. Das bekannteste Ritual ist wohl die Messe, bei der die Gläubigen zusammenkommen, um die Eucharistie zu feiern. In anderen Religionen gibt es ähnliche Rituale, wie zum Beispiel das muslimische Gebet oder das jüdische Passah-Fest.

    In der modernen Welt haben Rituale oft an Bedeutung verloren, da viele Menschen nicht mehr religiös sind oder sich von traditionellen kulturellen Praktiken entfernt haben. Dennoch gibt es immer noch viele Menschen, die Rituale in ihrem Leben haben, sei es durch das tägliche Yoga, das gemeinsame Abendessen mit der Familie oder das Feiern von bestimmten Jahreszeiten.

     

    TANTRA

    Im Tantra, einer Praxis des Hinduismus und Buddhismus, sind Rituale ein wichtiger Bestandteil. Tantra-Rituale können sehr vielfältig sein und dienen dazu, spirituelle und emotionale Erfahrungen zu machen. Einige Tantra-Rituale können als erotisch oder sexuell wahrgenommen werden, da sie die sexuelle Energie nutzen, um eine tiefere Verbindung mit dem Partner oder der Partnerin herzustellen.

    Ein bekanntes Tantra-Ritual ist die "Tantra-Massage". Bei dieser Art der Massage geht es darum, eine tiefere Verbindung mit dem Körper und der sexuellen Energie herzustellen. Durch bestimmte Berührungen und Bewegungen wird die sexuelle Energie im Körper aktiviert und kann zu einem intensiven spirituellen Erlebnis führen.

    Ein weiteres Tantra-Ritual ist das "Tantra-Yoga". Hierbei geht es darum, durch spezielle Atem- und Körperübungen die sexuelle Energie zu aktivieren und zu steuern. Dadurch soll eine tiefere Verbindung mit dem eigenen Körper und der sexuellen Energie hergestellt werden, die zu einem intensiveren spirituellen Erlebnis führt.

     

    ABSCHLUSS

    Das Ritualisieren bestimmter Handlungen kann sehr helfen, aus dem Alltag auszusteigen und sich dem Moment vollständig hinzugeben. Es ermöglich Intension, Präsenz und das Schaffen einer Rahmens.

    Insgesamt zeigen Rituale, sei es im Tantra oder in anderen Kulturen, wie wichtig es für den Menschen ist, eine Verbindung mit seiner spirituellen Seite herzustellen. Durch Rituale können wir uns mit unseren Wurzeln und Traditionen verbinden und gleichzeitig unsere spirituelle Entwicklung fördern. Es ist interessant zu sehen, wie das Wort "Ritual" in verschiedenen Kulturen und Sprachen verwendet wird und wie es immer noch ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens ist.

  • Romantisch

    HERKUNFT

    Das Wort "romantisch" stammt aus dem Deutschen und hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert. Es leitet sich von dem französischen Wort "romanesque" ab, das sich auf romanische Sprachen bezieht. In der deutschen Literatur wurde es verwendet, um eine neue Art von Literatur zu beschreiben, die die Vorstellung von Liebe und Emotionen in den Vordergrund stellte und eine Abkehr von der Vernunft und Realität darstellte.

     

    ANDERE SPRACHEN

    Das Wort "romantisch" hat sich im Laufe der Zeit in viele andere Sprachen ausgebreitet. Im Englischen wird "romantic" verwendet, um eine ähnliche Bedeutung wie im Deutschen zu vermitteln, während im Französischen das Wort "romantique" verwendet wird.

    In anderen Sprachen gibt es jedoch auch Wörter, die "romantisch" bedeuten, aber eine etwas andere Bedeutung haben. Zum Beispiel bedeutet das italienische Wort "romantico" eher "idealistisch" oder "träumerisch", während das spanische Wort "romántico" auch "nostalgisch" oder "historisch" bedeuten kann.

    "Idealistisch" und "träumerisch" weisen eher auf eine Bedeutung hin, bei der die Romantik eine Inspiration aber kein Ziel sein kann, weil es nie ganz den "nostalgischen" Gefühlen gerecht werden kann, die sie inspirieren. Ist "romantisch" idealistisch? Eine spannende Frage! Da unsere Vorstellung von Romanze stark von Medien und Kultur beeinflusst werden könnte es sehr der Fall sein.

     

    ENTWICKLUNG

    Der Begriff "romantisch" wurde in der deutschen Literatur erstmals von Friedrich Schlegel und August Wilhelm Schlegel in ihrer Zeitschrift "Athenäum" verwendet. In dieser Zeitschrift wurde die romantische Bewegung als eine Abkehr von der Vernunft und Rationalität beschrieben, die sich stattdessen auf die Erforschung der menschlichen Emotionen und der Natur konzentrierte.

    Das Wort "romantisch" wird heute oft verwendet, um eine bestimmte Art von Beziehung oder Atmosphäre zu beschreiben, die von Liebe und Intensität geprägt ist. Es kann sich jedoch auch auf eine Vorliebe für Kunst, Musik oder Literatur beziehen, die eine ähnliche emotionale Tiefe und Leidenschaft aufweisen.

    Insgesamt ist das Wort "romantisch" ein vielseitiges und oft verwendetes Wort, das auf eine lange Tradition in der Literatur und Kunst zurückblickt. Obwohl es je nach Sprache und Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben kann, bleibt seine zentrale Bedeutung die Verbindung von Emotionen, Leidenschaft und Intensität.

  • Sadismus

    Sadismus im BDSM ist eine Art sexueller Orientierung ist, bei der jemand Vergnügen daran hat, anderen Schmerz zuzufügen oder Kontrolle über sie auszuüben. Aber das bedeutet nicht, dass jemand im BDSM unbedingt sadistisch sein muss, um daran teilzunehmen. Es gibt viele verschiedene Aspekte des BDSM, und jeder kann seine eigenen Grenzen und Vorlieben haben.

     

    HERKUNFT

    Das Wort "Sadismus" stammt vom Namen des französischen Schriftstellers Marquis de Sade ab, der für seine expliziten und oft gewalttätigen Schriften bekannt war. Das Wort wurde in den 1830er Jahren von dem österreichischen Psychiater Richard von Krafft-Ebing geprägt, der es benutzte, um sexuelle Vorlieben zu beschreiben, die Schmerz und Erniedrigung einschließen.

    Marquis de Sade selbst hatte nicht viel mit BDSM zu tun, aber seine Schriften waren so schockierend und kontrovers, dass sein Name zum Synonym für sexuelle Abweichungen wurde. Also hat der Dr. von Krafft-Ebing entschieden, das Wort "Sadismus" zu verwenden, um eine spezielle Art von sexueller Vorliebe zu beschreiben.

    Wer hätte gedacht, dass ein Schriftsteller aus dem 18. Jahrhundert so viel Einfluss auf unsere moderne Sprache haben würde?

     

    ÜBER SADISMUS

    Im BDSM ist Konsens das A und O. Bevor man irgendeine Art von Aktivität beginnt, ist es wichtig, dass beide Partner ihre Grenzen und Wünsche klar kommunizieren und einvernehmlich zustimmen. Das gilt auch für den Sadismus. Wenn jemand Vergnügen daran hat, anderen Schmerz zuzufügen, ist es wichtig, dass der Partner damit einverstanden ist und die Aktivität sicher und kontrolliert durchgeführt wird.

    Die Spielerischkeit spielt auch eine wichtige Rolle im Sadismus im BDSM. Es geht nicht darum, jemanden tatsächlich zu verletzen oder zu quälen, sondern darum, eine gemeinsame Fantasie auszuleben. Es ist wichtig, dass beide Partner sich wohl fühlen und die Aktivität als eine Form der spielerischen Auseinandersetzung betrachten.

    Insgesamt ist Sadismus im BDSM eine sehr persönliche Erfahrung, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann. Es kann eine Möglichkeit sein, Macht auszuüben, Emotionen zu verarbeiten oder einfach nur Spaß zu haben. Aber es ist immer wichtig, sich an die Regeln des Konsenses zu halten und die Spielerischkeit zu betonen. Wenn beide Partner sich wohl fühlen und Spaß haben, kann Sadismus im BDSM eine sehr intensive und erfüllende Erfahrung sein.

  • Scham

    Das Wort "Scham" bezieht sich auf ein Gefühl der Unbehaglichkeit oder Peinlichkeit, das oft mit dem Bewusstsein verbunden ist, dass man etwas Falsches oder Unerwünschtes getan hat oder dass man von anderen negativ beurteilt wird.

     

    HERKUNFT

    Die Etymologie des Wortes "Scham" lässt sich bis ins Althochdeutsche zurückverfolgen, wo es als "scama" bezeichnet wurde. Dieses Wort wurde aus dem germanischen Wort "skam-" abgeleitet, was "schämen" oder "sich schämen" bedeutet. Die Wurzel "skam-" wiederum stammt aus dem indogermanischen Wort "skem-", was "bedecken" oder "verbergen" bedeutet. Es ist interessant zu bemerken, dass das Wort "Scham" auch in einigen anderen Sprachen ähnliche Wurzeln hat.

     

    ANDERE SPRACHEN

    Das französische Wort für "Scham" ist "honte", das ebenfalls auf eine indogermanische Wurzel zurückzuführen ist. Das Wort "honte" stammt aus dem lateinischen Wort "honestus", was "ehrenhaft" oder "anständig" bedeutet. Im Laufe der Zeit hat sich das Wort jedoch zu seiner heutigen Bedeutung von "Scham" entwickelt.

    In anderen Sprachen gibt es auch Wörter, die "Scham" oder ähnliche Konzepte ausdrücken. Zum Beispiel ist das spanische Wort für "Scham" "vergüenza", das aus dem lateinischen Wort "verecundia" stammt, was "Bescheidenheit" oder "Schamhaftigkeit" bedeutet. Das arabische Wort für "Scham" ist "haya'", das oft als "Bescheidenheit" oder "Ehrfurcht" übersetzt wird. Das griechische Wort für "Scham" ist "αιδώς" (aidós), das auf eine indogermanische Wurzel zurückgeht und "ehrfürchtig" oder "scheu" bedeutet.

     

    EIN KULTURELLES GEFÜHL

    Scham ist ein komplexes und oft ambivalentes Gefühl, das in vielen Kulturen und Sprachen existiert. Obwohl die Etymologie der Wörter für "Scham" in verschiedenen Sprachen unterschiedlich sein kann, ist es interessant zu beobachten, dass sie oft auf ähnliche Konzepte und Wurzeln zurückgeführt werden können.

    Die Idee, dass Scham etwas ehrenhaftes ist und vielleicht auch die eigene Demut bzw Bescheidenheit beweist ist ernüchternd. Ein sich “verbergen” um “ehrenhaft” zu sein.

     

    LOSLASSEN

    Vielleicht darf sich deswegen erst Heute der Griff von Scham langsam lösen, weil religiöse Bescheidenheit bei vielen nachgelassen hat (auch, wenn wir unbewusst damit erzogen werden), und weil “Ehrenhaftigkeit” auch weniger gepriesen wird wie in der Vergangenheit. Heute, wo Individualität und persönlicher Ausdruck mehr Raum bekommen dürfen, gibt es für Menschen mehr Raum, um die kulturelle Akzeptanz, die Scham sichert, loslassen zu können.

  • Sex

    Das Wort "Sex" bezieht sich im Allgemeinen auf die körperliche Vereinigung zweier Menschen, die zur Fortpflanzung oder aus Lust geschieht. Es ist ein Begriff, der in vielen Kulturen und Sprachen verwendet wird und verschiedene Bedeutungen und Konnotationen hat.

     

    HERKUNFT

    Die Herkunft des Wortes "Sex" ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass es aus dem Lateinischen stammt und auf das Wort "sexus" zurückgeht, was "Geschlecht" oder "Gattung" bedeutet. Ursprünglich wurde das Wort verwendet, um auf die Unterscheidung zwischen männlich und weiblich zu verweisen. Das lateinische Wort "sexus" ist seinerseits abgeleitet vom indogermanischen Wortstamm "*seks-", der "sich abschneiden" oder "trennen" bedeutet. Es wird angenommen, dass diese Bedeutung auf die Trennung oder Unterscheidung zwischen den Geschlechtern zurückgeht.

    Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem Begriff, der sich auf die körperliche Vereinigung zweier Menschen bezieht.

    Andere Theorien gehen davon aus, dass das Wort "Sex" aus dem Griechischen stammt und sich vom Wort "seco" ableitet, was "ich schneide" bedeutet.

     

    ANDERE SPRACHEN

    In anderen Sprachen gibt es auch Begriffe für Sex, die unterschiedliche Konnotationen und Bedeutungen haben. Zum Beispiel bedeutet das französische Wort "sex" ebenfalls "Geschlecht" oder "Sex", während das spanische Wort "sexo" sich auf die körperliche Vereinigung bezieht. In einigen Sprachen gibt es auch spezifische Begriffe für die weibliche oder männliche Sexualität, wie zum Beispiel das japanische Wort "shimai" für weibliche Sexualität oder das polnische Wort "męskość" für männliche Sexualität.

     

    ABSCHLUSS

    Im Laufe der Geschichte hat sich die Bedeutung des Wortes "Sex" jedoch verändert und erweitert, um auch andere Formen der sexuellen Aktivität und Identität zu umfassen. Heute wird der Begriff "Sex" in vielen Kulturen und Sprachen verwendet, um auf die körperliche Vereinigung zweier Menschen oder auf die sexuelle Identität einer Person zu verweisen.

    Es ist interessant, dass ein Wort, welches wir zum beschreiben der Vereinigung zwischen Menschen nutzen, gleichzeitig für die Trennung zwischen Geschlechtern benutzt wird. Gegenteile in den Bedeutungen eines einzigen Wortes.

    Insgesamt zeigt die Etymologie des Wortes "Sex", dass es eine lange und komplexe Geschichte hat und eng mit der menschlichen Sexualität und Identität verbunden ist.

  • Shibari

    HERKUNFT UND BEDEUTUNG

    Shibari ist ein japanisches Wort, das in den letzten Jahren in der westlichen Welt immer bekannter geworden ist. Es bezieht sich auf die Kunst des Fesselns und wird oft als "japanisches Bondage" bezeichnet. Die Bedeutung des Wortes Shibari ist "fest binden" oder "festhalten". Das Wort hat seinen Ursprung in der japanischen Sprache und wurde in der Edo-Periode verwendet, um Gefangene zu fesseln.

    Die Etymologie von Shibari geht auf das Verb "shibaru" zurück, das "festhalten" oder "umwickeln" bedeutet. Es gibt viele verschiedene Arten von Shibari, aber alle beinhalten das Festbinden des Körpers mit Seilen. Diese Seile werden oft kunstvoll um den Körper gewickelt, um eine schöne und ästhetische Darstellung zu schaffen.

     

    PRAXIS

    Shibari hat in der westlichen Welt eine wachsende Fangemeinde gefunden und wird oft in der BDSM-Community praktiziert. Es ist wichtig zu betonen, dass Shibari immer einvernehmlich und sicher praktiziert werden sollte und dass alle Beteiligten vorher klare Grenzen und Absprachen treffen sollten. Shibari erfordert viel Übung und Fachwissen, um sicher und effektiv ausgeführt zu werden, da es die Nerven und Blutzirkulation hindern kann. Es ist immer ratsam, professionelle Anleitung oder Ausbildung zu suchen, bevor man es selbst ausprobiert.

     

    WOZU

    Menschen mögen Shibari aus vielen verschiedenen Gründen. Einige finden die Ästhetik des Fesselns schön und genießen es, den Körper auf diese Weise zu präsentieren. Andere finden es erotisch oder sexuell stimulierend, während wiederum andere es als eine Art der Kontrolle oder des Vertrauens betrachten. Die gefesselte Person kann tiefes Loslassen erfahren. Für viele Menschen ist Shibari eine Möglichkeit, sich künstlerisch auszudrücken und ihre Kreativität auszuleben.

  • Sucht

    Manche Stoffe, Dinge oder Tätigkeiten können eine überwältigend starke Verführungskraft oder Anziehungskraft auf den dafür anfälligen Menschen ausüben. Diese Anziehungskraft kann so stark anwachsen, dass sie die Souveränität über dessen Leben vollkommen übernimmt und je nach Beschaffenheit sogar die notwendigste Selbstpflege des betroffenen Menschen einschränken kann. Manchmal führt dies bis hin zur kompletten Zerstörung der psychischen und physischen Gesundheit. Dieses Szenario wird auch als "Sucht" oder "Suchtkrankheit" bezeichnet.

    Bei dem Thema "Sucht" gibt es zu bedenken, dass der Übergang zwischen einem nötigen, gesundem Kompensationsverhalten und der die Autonomie und Selbstpflege verletzenden Süchtigkeit sehr fließend ist. Für jeden von uns Menschen ist es wohl eine der größten Lebensaufgaben, diese Unterscheidungen ganz individuell für sich herauszufinden.

    Was muss denn kompensiert werden?

    Jeden trifft der Verlust der direkten körperlichen allumfassenden Verbundenheit mit der Mutter bei der Geburt. Diese ist aber ein Streben zur gleichwertig lebensnotwendigen Autonomie. Wenn wir es nicht schaffen, beizeiten den wohligen Mutterplatz zu verlassen, aus ihr herauszukrabbeln, wird es uns definitiv zu eng. So bleibt es das ganze Leben: Eine große Sehnsucht nach der Geborgenheit in tiefem Verbundensein und dem Getriebensein zu freiem Raum für eine eigenmächtige, selbstbestimmte Entfaltung. Eine befriedigende Balance zwischen diesen beiden Handlungsimpulsen zu finden, bestimmt die Lebensgestaltung von jedem Menschen maßgeblich. Aber die Möglichkeiten dieses komplexe Balancieren erfolgreich zu tun, sind jedoch oft sehr eingeschränkt. Diese Einschränkungen werden auch durch die Ausrichtungen und Strukturen des gesellschaftlichen Zusammenlebens bestimmt, ja sogar zielgerichtet gesetzt. Es ist also nicht nur eine Frage einer individuellen Potenz zur inneren und äußeren Ausgeglichenheit, also zum letztendlich "Glücklichsein", sondern es ist auch eine gesamtgesellschaftliche, also gruppendynamische Entscheidung. Auf Expansion und Wachstum setzende Leistungsgesellschaften, wie die unsere, leben sozusagen von dem starken Kompensationsdruck ihrer Menschen. Das feine Ausbalancieren zwischen den oben beschriebenen Grundimpulsen wird deshalb systematisch gestört. Verbundenheit und Freiheit werden dazu an den zentralen Stellen, z. B. bei den sexuellen Liebesbeziehungen durch die gesellschaftliche und religiöse Aufforderung zur Monogamie in eine starre Gegensätzlichkeit gebracht. Entweder habe ich einen freien sexuellen Handlungsspielraum und bin alleine oder ich bin in einer verbindlichen Beziehung. Dieses führt dann fast unausweichlich zu einer im Kern unbefriedigenden Lebenssituation, zumeist geprägt von sexueller Frustration und daheraus dann zu dem gewollten Kompensationsdruck.

    Siehe dazu auch: Zu wenig berührt? - Reflexionen

  • Taboo

    HERKUNFT

    Das Wort "Taboo" hat seinen Ursprung in der polynesischen Sprache. Dort wurde der Begriff "tabu" verwendet, um bestimmte Dinge oder Handlungen als heilig oder verboten zu kennzeichnen. Diese Verbote konnten sich auf bestimmte Orte, Gegenstände oder Verhaltensweisen beziehen und wurden oft von religiösen oder spirituellen Überzeugungen bestimmt.

    Im 18. Jahrhundert wurde der Begriff "Taboo" dann von europäischen Entdeckern und Forschern in den Westen gebracht und in verschiedenen Sprachen übernommen. In der englischen Sprache hat sich das Wort "Taboo" als ein allgemeiner Begriff für ein Verbot oder eine unangenehme Regelung etabliert. Der Begriff wird oft im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Normen und Tabus verwendet, die bestimmte Themen oder Verhaltensweisen als unangemessen oder verboten kennzeichnen.

     

    ANDERE SPRACHEN

    Auch in anderen Sprachen gibt es ähnliche Begriffe, die eine ähnliche Bedeutung wie das englische Wort "Taboo" haben. So gibt es zum Beispiel das französische Wort "tabou", das ebenfalls aus der polynesischen Sprache stammt und "unantastbar" oder "verboten" bedeutet. In der spanischen Sprache wird oft das Wort "tabú" verwendet, das "heilig" oder "verboten" bedeutet.

    In weiteren Sprachen, die dem deutschen nicht verwandt sind, wie Russisch oder Japanisch, wurde “Taboo” in einer ähnlichen Form übernommen.

     

    HEILIGKEIT

    In vielen Kulturen auf der ganzen Welt gibt es Tabus, die bestimmte Verhaltensweisen oder Handlungen als unangemessen oder unheilig kennzeichnen. Diese Tabus können von religiösen oder kulturellen Überzeugungen bestimmt sein und haben oft eine wichtige Rolle in der Gesellschaft. Ein Beispiel hierfür sind die Tabus rund um die Menstruation in vielen Kulturen, die oft als unrein oder unheilig gelten.

    Interessanterweise gibt es auch eine Verbindung zwischen dem Wort "Taboo" und dem Wort "Fetisch". Beide Begriffe stammen aus der polynesischen Sprache und wurden im Westen übernommen. Der Begriff "Fetisch" bezieht sich auf Gegenstände oder Substanzen, die eine besondere Bedeutung oder Kraft haben und oft in religiösen oder spirituellen Praktiken verwendet werden. Auch hier spielen oft Tabus und Verbote eine Rolle, die mit bestimmten Objekten oder Substanzen verbunden sind.

    Wenn “Taboo” so stark mit Religion und Heiligkeit verbunden ist, könnte durch die Erweiterung oder Entfernung vom Religiösen die Taboo-isiserung nachlassen. Es ist schon Heute bemerkbar, wie sehr manche Taboos nachgelassen haben. Sollte Sexualität eines Tages in ihrer Ganzheitlichkeit und Heiligkeit gesellschaftlich erkannt werden, würden viele Taboos um dieses Thema gelöst werden dürfen…

     

    ABSCHLUSS

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Wort "Taboo" aus der polynesischen Sprache stammt und ursprünglich ein Verbot oder eine unangenehme Regelung bezeichnete. In der englischen Sprache hat sich der Begriff als ein allgemeiner Begriff für gesellschaftliche Normen und Tabus etabliert. In anderen Sprachen gibt es ähnliche Begriffe, die eine ähnliche Bedeutung haben. Tabus spielen in vielen Kulturen eine wichtige Rolle und können von religiösen oder kulturellen Überzeugungen bestimmt sein.

  • Vögeln

    Umgangssprache für den Akt der Liebe.

     

    HERKUNFT

    Der Begriff "Vögeln" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für Geschlechtsverkehr. Das Wort hat im Laufe der Zeit eine eher vulgäre Konnotation angenommen und wird oft als anstößig empfunden. Die Herkunft und Etymologie des Wortes sind nicht eindeutig geklärt, aber es gibt verschiedene Theorien.

    Eine mögliche Ursprungstheorie besagt, dass der Begriff aus dem Mittelhochdeutschen stammt und sich von dem Wort "vogelen" ableitet, was so viel bedeutet wie "sich umher treiben" oder "herumflattern". In diesem Zusammenhang könnte das Wort "Vögeln" dann metaphorisch für das umherstreifen und sich treiben lassen beim Geschlechtsverkehr stehen.

    Es gibt auch eine Theorie, die besagt, dass der Begriff aus dem Rotwelsch, einer geheimen Sprache der Gauner und Vagabunden, stammt. Dort soll das Wort "vögeln" ursprünglich als Synonym für das Stehlen oder Betrügen verwendet worden sein.

    Es gibt noch andere Erklärungen, im Internet blüht es mit Geschichten über die Herkunft des Wortes, ob in Zusammenhand mit “Vogel”. Ein ungeklärter Ursprung für ein Begriff, der oft verwendet wird!

  • Wichsen

    BEDEUTUNG

    Das Verb wichsen steht für:

    1. Schuhepolieren mit Schuhwichse
    2. das in-Form-bringen des Schnurrbartes mittels Bartwichse
    3. das Bohnern, Einwachsen
    4. Masturbation

    Masturbation (oder Onanie, Selbstbefriedigung) bezeichnet eine Stimulation der eigenen äußeren Geschlechtsorgane zum Erlangen von sexuellem Lustgewinn. Die Masturbation erfolgt meist manuell, es können jedoch auch verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Sie führt in den meisten Fällen zum Orgasmus, muss aber nicht notwendigerweise darauf abzielen. Sie kann beispielsweise als Bestandteil des sexuellen Vorspiels allein der Steigerung der sexuellen Erregung dienen.

    FORMEN

    Im häufigsten Fall handelt es sich bei der Masturbation um eine geschlechtliche Selbstbefriedigung, also eine Form der Autosexualität. Neben der häufigsten Form der Masturbation durch die Benutzung der Hand als Stimulationswerkzeug gibt es auch verschiedene Sexspielzeuge und Masturbationshilfen, die zur Unterstützung der Masturbation eingesetzt werden können.

    Die häufigsten Formen sexueller Aktivität sind zum einen die Masturbation und zum anderen der Geschlechtsverkehr. Die Masturbation ist auch als gemeinsam mit einem Partner ausgeübte Sexualpraktik beliebt, da bei vielen Menschen durch die Beobachtung des masturbierenden Partners die sexuelle Erregung gesteigert wird. Sie ist oft Teil des Pettings und stellt eine Möglichkeit des „Safer Sex“ dar. Im weiteren Sinne kann auch die manuelle Befriedigung einer anderen Person (sogenannter Handjob) zur Masturbation gerechnet werden.

    GESUNDHEITLICHE ASPEKTE

    Masturbation als solche verursacht keine gesundheitlichen Schäden, sondern wird im westlichen Kulturkreis heute eher als wichtiger Bestandteil der sexuellen Gesundheit angesehen.

    Männliche Masturbation mit Ejakulation schützt vor sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten, da dadurch die Harnröhre gereinigt wird, ein primärer Infektionsort für Krankheiten.

    Masturbation wird als störend für andere Personen oder als Zeichen einer psychischen Störung gewertet, wenn sie öffentlich oder zwanghaft ausgeübt und zur Sucht wird. Vom psychologischen Standpunkt aus ist Suchtverhalten in jedem Lebensbereich mit Risiken und möglichen Gefährdungen der eigenen Person oder anderer verbunden, daher auch im Hinblick auf die Selbstbefriedigung.

    Einige Studien an Männern haben Belege gefunden, dass regelmäßige Ejakulationen Prostatabeschwerden vorbeugen können. Dieser Zusammenhang wird in anderen Studien jedoch nicht bestätigt.

    Selten leiden Männer nach jedem Samenerguss, egal ob durch Masturbation oder Geschlechtsverkehr hervorgerufen, unter Symptomen des Postorgasmic Illness Syndroms. Betroffene versuchen entsprechend, Ejakulationen zu vermeiden, um den Symptomen auszuweichen.

    ZAHLEN BITTE

    In verschiedenen Studien geben ca. 90 % der Männer und ca. 86 % der Frauen an, regelmäßig zu masturbieren. Es gibt auch Männer und Frauen, die darüber keine Auskunft geben möchten. Rechnet man eine angenommene Dunkelziffer hinzu, lässt sich generell sagen, dass nahezu alle Männer und ein Großteil der Frauen ab der Pubertät unabhängig vom Alter regelmäßig masturbieren, mit sinkender Tendenz ab dem 50. Lebensjahr.

    Viele entdecken die Masturbation bereits in der frühen Pubertät, einige erst später und manche schon als Kleinkind. Jungen masturbieren gemäß mehreren Studien im Durchschnitt mit ungefähr elf bis zwölf Jahren zum ersten Mal; Mädchen masturbieren meist erst ab den späten Teenagerjahren regelmäßig. In der Pubertät ist der Anteil regelmäßig masturbierender Jungen sehr hoch und liegt bei den männlichen 15-jährigen Jugendlichen bei nahe 100 %. Die Häufigkeit beträgt dabei meist mehrmals die Woche bis mehrmals täglich; der Durchschnitt liegt bei etwa acht- bis neunmal die Woche.

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