Female Pleasure (2018)
Female Pleasure ist eine unbedingte Empfehlung an alle Menschen, die einen Überblick über die Zusammenhänge von Religion, Gesellschaft, Macht und Sex weltweit bekommen wollen.
Aber Achtung: Der Film ist keine leichte Kost; von Genitalverstümmelung über Missbrauchserfahrungen, Diskriminierung, politische und religiöse Verfolgung, sowie eine Menge schmerzlicher Unaufgeklärtheit ist alles mit dabei - schaut ihn euch besser nicht allein an.
In Female Pleasure begegnen wir fünf Frauen aus unterschiedlichen Religions- und Kulturkreisen der Welt. Jede zeigt durch ihre eigene Geschichte, dass die Sexualität und Körperlichkeit von Frauen nach wie vor global (von Männern sowie von Frauen selbst) angegriffen, beschnitten und unterdrückt wird, vor allem durch die Grundordnung unserer Religionen. Egal ob im Christentum, Judentum, Islam oder Buddhismus und auch im heutigen Hinduismus – die weibliche Sexualität scheint schon lange eine Gefahr für die Machtausübung über eine gesellschaftliche Strukturierung zu sein.
Der Film fokussiert sich auf die Schwierigkeiten einer Befreiung und Anerkennung der weiblichen Sexualität, sagt aber auch ganz klar aus, dass eine wirkliche Veränderung und liebevolle Annahme des Sexuellen gesellschaftlich nur gemeinsam passieren kann; es wird sich sehr distanziert vom „Feindbild“ des Mannes.
„It's not a question of fixing one gender before the other; we all have to change.“
(Zitat aus dem Film)
In diesem Sinne, lasst uns anfangen uns zu verändern!