Antiporno (2016)
Antiporno ist ein sehr eindrucksvoller und bildgewaltiger Kunstfilm, der vor allem den schizophrenen Umgang mit Sexualität in der Gesellschaft thematisiert.
Hier ein paar gedankliche Häppchen aus dem Film:
Die Kluft zwischen Heiliger und Hure ist groß, muss man sich denn für eins entscheiden?
"Nur Frauen, die so rein sind, dass es ihnen das eigene Herz bricht, können eine Hure sein."
(Zitat aus dem Film)
Schuld und Scham blockieren den Weg zu einer gesunden und freudvollen Sexualität.
"Meine Eltern haben mir nur Schlechtes über Sex Erzählt. Sie haben mich mit Scham erfüllt. Aber ich konnte jeden Abend hören, wie sie Sex hatten."
(Zitat aus dem Film)
Die meist einseitige Darstellung von Sexualität durch die Werbe- und Pornoindustrie verbreitet falsche Vorstellung davon, wie Sex zu sein hat.
"Hast du eigentlich guten Sex?
Nein.
Du musst aber doch guten Sex haben!"
(Zitat aus dem Film)
Neugierig geworden?
Schaut euch Antiporno an. Er ist künstlerisch, filmisch und inhaltlich sehr interessant!
Etwas seltsam finde ich nur, dass der Regisseur und Drehbuchautor ein Mann ist und sich im Film hauptsächlich mit der weiblichen Sexualität beschäftigt...